Wolfs KaleidoskopLichterkette in Gedenken an kleine Engel

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...Gedanken.......S P L I T T E R


Einen Tag
ungestört in Muße zu verleben heißt,
einen Tag lang
ein Unsterblicher zu sein.
(Chinesische Weisheit)


Hier werde ich ein paar Texte posten, die "Gedankensplitter" sind, eigentlich weder Gedicht noch Prosa.
Ich fange an mit:




Wirklichkeiten

Gefangen im Talkessel unseres Lebens,
Unserer Gedanken, Anschauungen und Erkenntnisse
Halten wir nur das für real, was diese an
Möglichen Realitätsformen zulassen.

Manchmal nur ist es uns vergönnt,
Emporzusteigen,
Uns auf den Weg zu machen auf die Höhen,
Die uns sonst
Die Aussicht versperren.

Erstaunt und verängstigt zugleich
Erfahren wir durch den dann möglichen Ausblick,
Welche Vielzahl an Realitätsformen
In unserer kleinen Welt
Bislang nicht einzusehen war.

Und doch müssen wir aber zurück,
Und doch zwingt uns unser Mensch-Sein
Zurück zu den Menschen im Tal,
Zurück in das „Leben“.

In dieser Welt
Können wir leider nicht immer nur
Auf den Höhenzügen der Erkenntnis
Unsere Kreise ziehen.

Es bleibt uns aber die Chance,
In Gedenken an den herrlichen Ausblick
So manche der neu gewonnenen Erkenntnisse
Auch hier umzusetzen und innerlich
Mit der Zeit so sehr zu wachsen, dass wir –
Fußend auf dem Boden der allgemein gültigen Realität –
Die Wolken durchstoßen, die
Unseren Horizont sonst
Einzuengen pflegen.

Und es bleibt uns die Chance –
Vielleicht erst am Ende unseres Lebens –,
Ständig Einblick zu haben in das
Kaleidoskop der Wirklichkeiten.

Und
Vielleicht
Finden wir dann sogar
Die eine Wirklichkeit.





Das Wunderbüchlein


Es war einmal ein Mann, der hatte ein kleines Notizbüchlein. In dieses Büchlein, das weder durch seine Form noch aufgrund einer besonderen Aufschrift auffiel, schaute er immer dann hinein, wenn ihn etwas bewegte. Egal, ob ihn ein Problem beschäftigte oder eine knifflige Frage bedrängte – stets schaute er in sein Büchlein.
Aber auch bei guter Laune, mit einem Kopf voll Glück schlug er sein Büchlein auf und beschäftigte sich offensichtlich sehr eingehend mit seinem Inhalt.
Am Arbeitsplatz, zu Hause, bei Freunden, ja selbst in der herrlichen Natur, in der Kirche oder gar auf dem Friedhof – das Büchlein war stets sein treuer Begleiter.

Eines Tages hielt es einer seiner Freunde nicht mehr aus und er fragte : „Sag einmal – was ist das eigentlich für ein Büchlein? Es scheint wohl eine Art Wunderbüchlein zu sein. Immer, wenn dich etwas beschäftigt, gibt es dir offenbar eine Antwort. Ob du dich mit einem Problem quälst, ob du nicht aus noch ein weißt, selbst dann, wenn du froh und glücklich bist und mit deiner Freude nicht weißt, wohin – immer schaust du in dein Büchlein. Und jedes Mal blickst du danach glücklich träumend, gelöst und frei wieder auf - so, als fändest du darin alle Antworten auf deine Fragen. Bitte sage mir doch, wie es heißt, ich will es mir auch besorgen. Denn so ein Büchlein könnte auch ich gut brauchen – so manches Mal möchte ich gerne einen so guten Ratgeber haben, auf den ich mich verlassen kann!“

Lächelnd entgegnete der Mann: „Mein Freund, mein Büchlein will ich dir wohl gerne zeigen. Es hat aber keinen Namen. Dennoch ist es einfach, an ein solches Büchlein zu kommen – du kannst es fast überall kaufen.
Hier, schau es dir an – und du wirst sehen, was ich meine.“
Mit diesen Worten reichte er seinem Freund das Büchlein.
Dieser nahm es mit zitternden Händen in Empfang – gespannt, welch Schatzkästlein, voll mit tausenderlei Lebensweisheiten, ihn wohl erwarte.
Er schlug es auf – und stellte überrascht und verwundert zugleich fest:
Das Büchlein war leer.






Der ewige Wechsel
zwischen
Sich - distanzieren – Können
und
Hautnah – erleben – Müssen
ist
der Pulsschlag allen Lebens –

und auch wir sind

Rhythmusabhängig


***************************************

HERZTÖNE
oder
Das Leben - Traum oder Trauma?


Schon mit 17 - eigentlich noch in der Pubertät - ist sie plötzlich da, die Frage:
Ist das Leben ein Traum - oder doch eher ein Trauma?
Wobei diese Formulierung sicher nur rückblickend so gewählt werden kann. Die Frage nach dem Sinn aber bleibt.

Es folgen Schulabschluss, Studium, Eheschließung. Alles scheint normal - das Leben dünkt eher ein Traum.
Einschneidende Geschehnisse stellen sich plötzlich ein: Scheidung, Arbeitsplatzverlust, schwere Krankheit, Operationen, Berufsaufgabe.
Traumatische Lebenssequenzen.

Nie mehr in seinem Beruf arbeiten können. Rente.
Ängste stellen sich ein, erst unmerklich, dann immer deutlicher.
Aus Angst letztlich sogar das Haus nicht mehr verlassen können.
Sackgasse.

Spätestens hier stellt sie sich plötzlich erneut, diese Frage nach dem Sinn, fast vergessen schon.
Gut, man überlebt. Gut? Ist es wirklich noch wert, gelebt zu werden, dieses Leben?
Das Trauma überwiegt.
Dunkelheit...

Wäre da nicht der Traum, die Phantasie. Erst zaghaft meldet sie sich, schemenhaft zunächst, doch bald schon immer deutlicher. Die Phantasie hält am Leben, ist Leben. Sie beflügelt den Geist zu Höhenflügen, zu denen er glaubte, schon gar nicht mehr fähig zu sein.

Phantastisch schimmern neue Ziele am Horizont. Das Licht wird heller, strahlender.
Und wenn es Jahre dauert:

Der Traum überwiegt doch.


*************************

GLAUBENSFRAGEN
- Oder wie ich zum Glauben kam -

Ein Jahr zuvor war ich aus der Kirche ausgetreten. Auch - und das zugegebenermaßen - wegen der eingesparten Steuern,
vornehmlich aber, weil da zu viele Fragezeichen standen: hinter dem Glauben, hinter der Kirche, hinter so manchem ihrer Vertreter - und sogar hinter Jesus selbst. Ich konnte mir so einiges einfach nicht erklären, was mir da bislang so berichtet worden war - und glauben konnte ich es erst recht nicht.

Wie ich da in der Mensa der Essensausgabe I zuschlängelte und
-stoppte, da fiel mein Blick auf einen der Büchertische, die da aufgebaut waren. Wie sich später herausstellte, als ich halbwegs gesättigt an diesem Tisch anhielt, bevor ich die Mensa wieder verließ, teilten sich einige "Navigatoren" die Arbeit, sich, Jesus und die Bibel und auch den Glauben an Gott in Studentenkreisen bekannt zu machen.
Allerdings wäre ich an ihnen wohl trotz ihrer Bemühungen, die Aufmerksamkeit der Vorüberflutenden auf sich zu ziehen, einfach vorbei gelaufen, wäre da nicht plötzlich so etwas wie eine innere Stimme gewesen, die mir sagte, ich solle, ja ich müsse mich sogar mit dem Glauben an Jesus, Gott und die Bibel befassen und auseinandersetzen.
Also sprach ich mit den Leuten, besuchte ihre Abende (an denen ich Menschen kennenlernte, mit denen ich teilweise sogar noch heute befreundet bin) und ließ mir meine Fragen von ihnen zum Teil einer Antwort näherbringen.

Den Durchbruch in mir aber bewirkte - unterstützt durch den Film "Joni", der zufällig zur gleichen Zeit im studentischen Programmkino lief - ein Hinweis eines der Navigatoren, mir doch einmal die beiden Fragen aus der Apostelgeschichte 22, Verse 8 und 10, zu stellen:
"Herr, wer bist du?" und "Herr, was soll ich tun?".
Ich sollte doch einfach mal - nacheinander - diese beiden Fragen stellen und dann die Bibel an einer willkürlichen Stelle
aufschlagen. Dies tat ich dann, sogar mehrmals - und jedes Mal erhielt ich Antworten, die mich be-trafen, die mich ansprachen, mit denen ich etwas verbinden konnte. Aus denen heraus ich merkte, dass Jesus lebt und die Bibel keineswegs bloß ein totes Buch ist, das irgendwelche Geschichten enthält, die sich Menschen vor 2000 Jahren oder früher ausgedacht und im vorderen Orient erzählt haben sollen.

Als ich dieses Frage- und Antwortspiel einmal übertrieb, zu oft
fragte und Antworten haben wollte, da schlug ich - zufällig? -
sogar gerade die Stelle auf, an der sinngemäß stand: "Kannst du dich denn nicht einmal selbst entscheiden?"

Mit den Navigatoren habe ich schon lange keinen Kontakt mehr,
es stehen auch nach wie vor Fragezeichen hinter der Kirche (in die ich trotzdem oder gerade deswegen zwischenzeitlich wieder eingetreten bin) und hinter einzelnen ihrer Vertreter - die Fragezeichen hinter Gott, Jesus und der Bibel aber sind verschwunden. Ich habe Antworten gefunden, die mich zufriedenstellen, mir manches erklärbar und glaubhaft gemacht haben, was zuvor nicht erklärbar und nicht zu glauben war - in der Folgezeit nicht nur durch die Bibel allein. Allerdings ist mein Bild von Religion heute ein umfassenderes als es heutzutage die Kirche verkündet. Allein schon deshalb, weil ich davon überzeugt bin, dass einige Gedanken anderer Religionen früher auch in der Bibel gestanden haben, daraus aber von eben dieser unserer christlichen Kirche eliminiert worden sind, weil sie nicht in deren Konzept gepasst haben. Was aber die Existenz der Dinge, die da einmal gestanden haben, nicht gleichzeitig auch aus der Welt geschafft hat.
Und mein Grundsatz der Toleranz anderen Religionen gegenüber
- seit der Schullektüre von Lessings "Nathan der Weise" Teil meiner Lebenseinstellung - hat mittlerweile Bestätigung gefunden in der Überzeugung, dass gerade den großen Religionen dieser Welt vieles gemeinsam ist - gerade auch in grundlegenden Fragen.
Und dass Jesus lebt. Auch für Menschen anderer Nationalitäten, anderer Hautfarbe und anderer Glaubensrichtungen.

Und er hat Bestätigung gefunden in der Überzeugung, dass
Glauben von innen kommen muss. Er kann anderen nicht aufge-
zwungen werden, sondern muss sich als ein Impuls von tief innen selber melden - wie damals bei mir.
Alles, was man aktiv dazu beitragen kann, anderen Menschen die Chance zu geben, ähnliche Erfahrungen zu machen wie ich sie gemacht habe, ist, zu versuchen, eine Atmosphäre zu schaffen, aus der heraus Fragen gestellt werden, die ich dann hoffentlich durch Worte oder Taten beantworten kann.

Und ich bin fest davon überzeugt, dass mein Lebensweg nach diesem Impuls eine Wende erfahren hat. Ohne diesen Impuls würde ich heute vieles von dem nicht tun können, was mein Leben heute gerade ausmacht.


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Einsamkeits- Aphorismus

Noten der Stille,
Ruhe und Beschaulichkeit,
gespielt auf den
Saiten der Einsamkeit,
können ein ganzes Orchester
zum Erklingen bringen.


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Energiequellen

Jeder Mensch
braucht seine kleine Insel
sein Refugium
in das er sich zurückziehen kann
wenn ihm danach ist

Fehlt ihm aber
diese so wichtige
äußere Energiequelle
so kann es geschehen
dass niemand mehr
seinen inneren Vulkan
beruhigen kann

Hat dieser aber erst einmal
für eine eigene Insel gesorgt
so ist leider niemand mehr da
der dies neue Eiland
nun noch bewohnen könnte


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Enge der Begrenztheit

Je weiter der Horizont
Desto weiter auch
Raum und Zeit –

Es scheint nachvollziehbar
Warum
Die Nicht-Existenz von
Raum und Zeit

Im menschlichen Leben
Nicht nachvollziehbar ist.

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Aus Raum und Zeit

Wie ein Wesen
Kommend von fremden Sternen
Zeitlupe ich
Durch die Hektik unserer Zeit

Bestaunt, belächelt
Manchmal auch
Argwöhnisch beäugt
Von manchem unserer Zeitgenossen

Seit der Mensch
Sich die Zeit geschaffen hat
Wird er diesen Geist
Nur schwer wieder los.


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Die Illusion von Freiheit

Wenn ich gehe, nur um nicht von Dritten gezwungen zu werden, Wege zu gehen, die ich nicht gehen will, so handele ich ebenso unfrei, als wenn ich mich von ihnen zwingen ließe. Denn dann zwingt mich meine Vernunft, Dinge zu tun, die ich eigentlich nicht tun will.
Bleibe ich aber, so kann ich mich der Illusion hingeben, frei gehandelt zu haben, weil ich mich weder durch Dritte noch durch meinen Verstand habe zu Handlungen zwingen lassen.
So aber hat mich mein Ich gezwungen, zu bleiben, hat mir mein Ich die Illusion von Freiheit vorgegaukelt, habe ich also ebenso unfrei gehandelt.
Allein - wenn ich bleibe, ist die Unfreiheit am kleinsten.
Und doch sage ich mir: Wenn ich will, was ich muss, bin ich frei.


Und dazu habe ich noch ein Zitat gefunden:
"Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, dass er tun kann, was er will, sondern dass er nicht tun muss, was er nicht will."
(Jean-Jacques Rousseau, 1712-1778)

Ein weiterer Gedanke zu diesem Thema:
"So weit deine Selbstbeherrschung geht,
so weit geht deine Freiheit."
(Marie von Ebner- Eschenbach, 1830 - 1916)

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Umwege

Auf der Suche nach
meinem Ich

durchschritt ich
Alleen der Einsamkeit,
durchmaß ich
wogende Menschenfelder,
bestaunte und bewunderte ich
architektonische Glanzstücke
menschlichen Genies,
gelangte ich wohl auch
zum Tempel der Weisheit –

mein Ich aber,
das fand ich nicht, bis –
ja, bis ich es schließlich
unvermutet
doch noch entdeckte:

In mir.

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Durst auf Leben

Warum?
Weshalb?
Wo liegt der Sinn?
Warum nicht wenigstens
ein Schluck Leben
auch für mich? -

„Das Wasser,
das ich ihm geben werde,
wird in ihm selbst
zur Quelle werden.“

Die schönsten Dinge im Leben
verdanken wir –
dem „Zufall“.

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"Ich kann das Zeug nicht mehr glauben." Mit dem ganzen Trotz eines frechen 13-Jährigen antwortete der Junge auf die Frage seines Lehrers, warum er nicht mehr am Religionsunterricht teilnehme. Damit war für ihn die Sache gelaufen. Punktum. Christentum abgehakt. Aus und vorbei.
Knapp drei Jahre später holte Gott ihn dann doch ein.
Auf der Suche nach dem Sinn und Ziel des Lebens stieß er auf das Wort Jesu: "Ich bin gekommen, damit sie das Leben und volle Genüge haben sollen" (Johannes 10,10). Das traf ihn so, dass er sein Leben Christus anvertraute. Jetzt konnte er glauben und wollte es auch.
Übrigens: Der damals 13-Jährige war ich.

(Wolfgang Müller)

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Bearbeitet zuletzt am 16.03.2006



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