Wolfs KaleidoskopLichterkette in Gedenken an kleine Engel

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Nachdenkliches


Das Wichtigste...
... im Leben finden wir nicht durch intensive Suche,
sondern so, wie man etwa eine Muschel am Strand findet.
Im Grunde findet es uns...
("Engelchen", unbekannt, NW v.30.08.2005)





Nicht der Grad des Wohlstandes
bestimmt das Glück eines Menschen,
sondern die Beziehung
der Herzen zueinander und
unsere Einstellung zum Leben.
(Alexander Solschenizyn)

***********************************

Das Leben ist kein Ruhekissen.
Das Leben will gelebt werden
mit all seinen Höhen und Tiefen.

Lebendigkeit und Freude sollten darum
ein Leben bestimmen und nicht ruhevolle Erwartung.

( R. Leonhardt)

***********************************

Wer rückwärts sieht,
gibt sich verloren,
wer lebt und leben will,
muss vorwärts sehen.
(Ricarda Huch, 1864 - 1947)

****************************************

Sinnvoll

Es mag sein, wir haben mehrere Leben
Es mag sein, wir werden wiedergeboren

Und doch
Haben wir in jedem Leben
Nur einen Weg
Den wir zurücklegen können
Und müssen

Und doch
Haben wir für jedes Leben
Spezifische Aufgaben
Die wir zu bewältigen haben

Sonst
Hätten wir ja gleich
Im nächsten Leben
Geboren werden können


***************************************

V e r t a n e Z e i t ?

Textbeitrag zur Literaturaktion
“Zeit zum Schreiben” (Stadtschreiber für einen Tag)
im Sommerprogramm 1984
der
Stadt Münster


Der Schriftsteller Sir Walter Cunningham erhielt einmal Besuch von einem Freund, der ihn fragte:
„Sag einmal, warum sitzt du eigentlich immer nur in deinem Zimmer und brütest über deiner Schreibmaschine? Draußen ist doch das Leben. Du verkümmerst doch langsam, wenn du immer nur hier in der Stube hockst! Willst du nicht endlich einmal anfangen zu leben?“

Cunningham antwortete seinem stürmischen Freund:
„Du glaubst, ich lebe nicht? Du glaubst, das Leben geht an mir vorbei, wenn ich hier sitze und schreibe? Pass einmal auf – ich will dir mal eine Geschichte erzählen:

Es war einmal ein Mann, der sah sich vor eine für ihn lebenss=wichtige Frage gestellt:
Lebte er nur für sich allein – oder doch eher mehr für andere, für seine Mitmenschen?
Und wie er da vor sich hin grübelte und dachte und zauderte, da begegnete ihm eines Tages ein anderer Mann, den er aber nicht kannte.
„Au, fein!“ dachte unser Mann bei sich. „Dem kann ich mein Problem gut vortragen. Er kennt mich nicht, ich brauche also keine Sorge vor Geschwätz in der Nachbarschaft zu haben. Und außerdem kann er mir – eben weil er mich nicht kennt – auch eher eine objektive Antwort geben als ich selbst es kann.“

Gedacht, getan.
Doch wie überrascht war unser Freund, als ihm der Fremde Folgendes zur Antwort gab:

„Das Problem, mit dem du dich herumquälst, das kenne ich sehr wohl auch aus eigener Erfahrung. Eine Antwort aber kann ich dir nicht geben – die suche ich auch noch für mich selbst, die muss aber auch jeder für sich alleine finden.
Gehe hin und grübele weiter – wundere dich dann aber nicht, wenn du dein Leben letztlich nur mit Grübeln vertan hast. Dann aber hättest du weder für dich noch für andere gelebt.“

Mit diesen Worten wandte sich der Fremde ab und ließ unseren Freund einfach stehen.
Dieser aber war viel zu erstaunt, um auch nur einen Ton herausbringen zu können.
Vielleicht grübelt er noch heute. –

Auch ich, mein Freund, habe mir diese Frage oft und lange gestellt. Heute grübele ich aber nicht mehr, sondern bin mittlerweile zu dem Ergebnis gekommen, dass ich lieber für andere leben will.

Wir Menschen sind wie ein Blatt im Wind – und auch eine Lebenszeit ist begrenzt.
Daher möchte ich sie möglichst nützlich verbringen. Und so sitze ich hier an meiner Schreibmaschine und halte all die Gedanken, Gefühle und Schwingungen fest, die mich bewegen

Und dadurch allein, dass so mancher von denen, die meine Zeilen lesen, darin sich und seine eigene Situation wiedererkennt, kann ich ihm etwas geben:
Er fühlt, er ist nicht allein. Es gibt auch andere Menschen, die Probleme und Sorgen haben, gerade so wie er.
Und dann liest er weiter und sieht, welche Lösung ich gefunden habe und ihm nun anbiete.
Ob er meine Lösung auch für sich selbst annehmen kann, das muss er dann schließlich für sich selbst entscheiden.
So manchem aber kann auch schon ein kleiner Gedankenanstoß sehr nützlich sein.

Und wenn all das, was ich so mit meiner Schreibmaschine festhalte, dann trotz meiner „Abgeschiedenheit“ doch gar nicht so weltfremd ist, wie es deinen Worten entsprechend eigentlich sein müsste, so mag das daran liegen, dass meine Augen,
meine Ohren, auch mein Herz wohl offener, empfänglicher sind für die Reize und Schwingungen, die von meiner Umwelt ausgehen.
Wer schreibt, der sieht mehr.
Ich gehe vielleicht nicht ganz so oft wie du hinaus und sehe mir Land und Leute an – aber das, was ich wahrnehme, das sehe und höre und fühle ich dann auch viel intensiver. So intensiv, dass ich es hernach geradezu aufschreiben m u s s.

Lass mich also ruhig in der Umgebung, in der ich mich wohl fühle.
Ich weiß durchaus auch, was „Leben“ heißt. Und auf diese Weise lebe ich gerade so, wie ich es gern möchte.
Lebe du dein Leben – und höre endlich auf, mich zu bedauern!“


Sprach´s, drehte sich um und ließ seinen verdutzten Freund einfach stehen.
Dieser verabschiedete sich nun wortlos und lief sinnend hinaus und durch die Straßen der Stadt – seiner Wohnung zu.









Gedanken in Moll

(Erinnerungen an Olaf)

Kennen Sie Olaf?
Nein, sicher nicht. Olaf war einer meiner besten Freunde. Und natürlich hieß Olaf auch nicht Olaf. Doch das werden Sie besser verstehen, wenn Sie erst einmal gelesen haben, was ich Ihnen nun von ihm berichten will.

Es mag mittlerweile so sechsunddreißig Jahre her sein, da kam Olaf eines Tages zu mir und erzählte, dass er an diesem Morgen mit der Gewissheit aufgewacht sei, nur noch zehn Jahre zu leben. Es war für ihn keine bloße Ahnung, nein, er war felsenfest davon überzeugt. Natürlich glaubte ich ihm nicht, hielt ihm entgegen, er habe bestimmt nur schlecht geträumt, am Abend zuvor einen entsprechenden Film gesehen, vielleicht auch ein seelisches Tief durchzumachen gehabt, das ihm dieses Empfinden nun eingegeben habe.
Olaf aber ließ sich nicht davon abbringen.
Diese Gewissheit habe sich einfach so eingestellt – ohne Zutun all der von mir beschriebenen möglichen Begebenheiten. Mehr noch: Olaf wusste auch ganz genau, dass er nicht durch seine eigene Hand sterben würde; zugleich bedeutete seine Gewissheit für ihn, diese Welt auch sonst nicht vor Ablauf der ihm gesetzten Frist zu verlassen – etwa durch einen Unfall oder gar durch einen Mordanschlag.

Sein Leben wandelte sich in der Folgezeit völlig. Nicht, dass er etwa phlegmatisch geworden wäre, wie man es ja beispielsweise so manchem Krebskranken nachsagt, der erfahren hat, dass er nur noch relativ kurze Zeit zu leben hat. Auch schlug Olaf nun nicht sein ganzes Vermögen auf den Kopf, frei nach dem Motto: „Nach mir die Sintflut“ – nein, er öffnete sich seinen Mitmenschen.
Für sie da zu sein in der restlichen, ihm verbleibenden Zeit, und bewusst zu leben, jede Kleinigkeit um sich herum wahr zu nehmen und ihrem Wert gemäß zu würdigen - das wurde nunmehr zu seinem Lebensinhalt, zu seiner Art, sein restliches Leben sinnvoll zu verbringen. Vorher war er zwar auch nicht gerade unsozial eingestellt gewesen, aber nun kannte er eigentlich nur noch ein Ich, das sich im Wir wiederfand, das durch das Wir eigentlich erst zu seinem Ich wurde.

Voller Elan ging er nun jeden neuen Tag an, suchte Kontakte, wo immer sich ihm eine Gelegenheit dazu bot, und vertiefte sich in lange und ausführliche Gespräche. Schon bald war die Zahl seiner Freunde und guten Bekannten sprunghaft angestiegen – war er vorher eher eine Art Eremit gewesen, der nur wenige freundschaftliche Beziehungen gepflegt hatte, so war es für ihn nun wichtiger, noch möglichst viele Menschen anzusprechen und ihnen seine Ansichten zu bestimmten Themenbereichen darzulegen oder auch einfach nur zuzuhören, wenn diese ihm von ihren Problemen und Sorgen berichteten.

Natürlich war Olaf jetzt aber auch kein Übermensch geworden – auch er war nach wie vor dem stetigen Wechsel zwischen euphorischen Hochstimmungen und depressionsartigen Zuständen unterworden, dem sich jeder Mensch fügen, dessen Existenz jeder von uns anerkennen muss.

So war er – trotz seiner Gewissheit – aus Verzweiflung eines Tages dem Gedanken doch einmal recht nahe gewesen, seinem Leben mit eigener Hand ein Ende setzen zu wollen.
Während er noch darüber nachgrübelte, auf welche Weise er am besten aus diesem Leben scheiden könnte, befiel ihn plötzlich ein tiefer und fast ohnmachtsähnlicher Schlaf, der ihn dann einen Traum träumen ließ, welcher ihn stark beeindruckte und von dem er mir erst Wochen später erzählte.

Ihm träumte, er ging mit einem älteren Herrn eine lange Flucht von Korridoren entlang – nirgendwo war eine Tür, nirgends ein Fenster zu erkennen. Er konnte nicht ausmachen, woher das Licht kam, doch war es hell genug, alles um sich herum erkennen zu können. Plötzlich blieb der Mann neben ihm – der bis dahin kein Wort an ihn gerichtet hatte – stehen, legte seine Hand auf eine bestimmte Stelle an der Wand – und augenblicklich war dort eine Tür zu erkennen, gerade so, als sei sie schon immer dort gewesen.
Nachdem der Mann die Tür geöffnet hatte, konnte Olaf in einen ebenfalls fensterlosen und ebenso eigentümlich beleuchteten Raum sehen, in dem etwa dreißig Menschen – es mussten trotz ihrer bleichen Gesichtsfarbe Menschen gewesen sein – stumm auf einer Bank saßen und die Augen geschlossen hielten.

Der Mann bedeutete Olaf nun, in den Raum zu treten, und kam selbst auch mit hinein. Sobald sie in dem Zimmer standen, schloss sich die Tür und entschwand sogleich auch wieder seinen Augen. Da der Raum nun ebenso tür- und fensterlos war wie die Flure, nahm sich die Atmosphäre mehr als bedrückend aus, zumal niemand ein Wort sagte, kein Laut zu vernehmen war.

„Und hier willst du also bleiben, bis deine reguläre Lebenszeit, die ja ohnehin nur noch knapp bemessen ist, wie du weißt, abgelaufen ist?“ waren die einzigen Worte, die sein Begleiter während seines ganzen Traumes in ernstem Tonfall an ihn richtete.
„...Nein,.... hier will ich nicht bleiben – bitte lass mich wieder hinaus“, bat Olaf daraufhin nur, nicht fähig, auch nur einen Ton mehr herauszubringen.

Der Mann berührte wieder die Wand, die Tür kam sogleich zum Vorschein, öffnete sich und beide traten hinaus auf den Gang.
Im selben Augenblick war die Tür verschwunden.
Sein Begleiter wies nun nur mit seinem Finger in Richtung des Ausgangs, Olaf beeilte sich, aus diesen unheimlichen Räumlichkeiten heraus zu kommen –
und erwachte schweißüberströmt in seinem Bett.

Diesen Traum vergaß mein Freund dann auch nie wieder, bis er – genau nach Ablauf der von ihm vorausgesagten zehn Jahre – am 30. September 1979 starb.
Es war ein Unfall gewesen.
Olaf war als Anhalter unterwegs, hatte auch bereits einen freundlichen Autofahrer gefunden, der ihn sogar bis an sein gewünschtes Fahrtziel mitnehmen wollte – da sah mein Freund zufällig eine Gruppe von – ihm bekannten – anderen Anhaltern, denen er sich lieber anschließen wollte.
So stieg er dann wieder aus dem – möglicherweise lebensrettenden – Fahrzeug aus, kaum dass er eingestiegen war, und gesellte sich dieser Gruppe zu.
Im Rückspiegel konnte der freundliche Autofahrer dann gerade noch mitverfolgen, wie ein ihm folgender Fahrzeugführer die Gewalt über seinen Wagen verlor und in die Gruppe hineinfuhr.

Abgesehen von Olaf wurde dabei übrigens – wie durch ein Wunder – niemand ernsthaft verletzt.
Er aber tödlich.

***********************************************

Es gibt kein Ende...
Für die Seele gibt es weder Geburt noch Tod.
Sie hat nie angefangen und niemals hört sie auf zu sein.
Sie ist unsterblich:
ewig vor allem Anbeginn,
ewig nach allem,
was gewesen sein wird.
(Bhagarad - Gita)

***********************************************



********************

Gesprächsweise

„Komm mit uns –
etwas Besseres als den Tod
werden wir überall finden“,
heißt es bei den Bremer Stadtmusikanten.

Doch was gibt es Besseres?

Überall stoße ich auf Fassaden,
nur keine Gefühle zeigen, heißt die Devise,
niemand hört mir zu,
niemand hat ein Interesse an mir.

Nichts gibt es,
das mich fesselt,
auf das ich neugierig bin,
das ich noch erleben will –
auch wenn ich eigentlich
schon noch gern leben möchte.

Wenn es doch
auch nur einen gäbe,
mit dem ich reden kann,
der mir zuhört,
bei dem ich sein kann, wie ich bin,
der mir sagte,
dass ich etwas wert bin und
wofür es sich zu leben lohnt.

Sollen sie halt sehen,
was sie davon haben,
sollen sie eben einen Schreck bekommen,
wenn sie erkennen,
dass sie schuld sind
an meinem Tod! –

*

Komm, gib mir deine Hand,
sage ich sanft.

Ich habe großes Interesse an dir,
bei mir kannst du deine Gefühle zeigen,
ich höre dir sehr gern zu.

Ich will dir Dinge zeigen
die du noch nie gesehen hast
und die doch
schon immer um dich sind.
Ich will dir zeigen,
dass es so viel gibt,
das dich fesseln wird,
auf das du neugierig sein solltest –
von dem es schade wäre,
wenn du es
nicht mehr erleben würdest.
Ich will dir zeigen,
du bist nicht allein.

Ich will,
dass du merkst,
was du wert bist
für mich,
für deine Freunde,
für all die,
denen auch du
etwas wert sein möchtest,
für die es sich lohnt zu leben –

Ich will,
dass du merkst,
dass es Menschen gibt,
von denen du –
mit all deinen Fehlern –
in Liebe
angenommen bist.

Komm, gib mir deine Hand und
versuchen wir es doch einfach mal –

dann
kannst du ja immer noch sagen:
„Es gibt nichts Besseres als den Tod“.


********************************

Entweder – oder


Auch ein Clown
vergießt mal Tränen –

sein Nachteil,
vielleicht sogar Fluch
dabei ist nur,

dass diese von seinem Gegenüber
nicht als Zeichen
einer unendlich großen Traurigkeit,

sondern als Teil seiner Maske,
Teil seiner
einmal übernommenen Aufgabe

gedeutet werden –
vielleicht auch so
gedeutet werden wollen.

Bis zuletzt.


*********************************

Hilfestellungen


Menschen, die gestorben sind
hinterlassen eine Lücke

Menschen, die gestorben sind
wecken Erinnerungen

Menschen, die gestorben sind
lassen uns wehmütig werden

Menschen, die gestorben sind
stoßen uns auf unsere Endlichkeit

Menschen, die gestorben sind
machen uns aufmerksam auf Versäumnisse

Menschen, die gestorben sind
wollen, dass wir von ihnen lernen

Menschen, die gestorben sind
haben das Tor aufgestoßen
zu einer Wirklichkeit
die jenseits liegt
von unserer Vorstellungskraft –

auch wenn sie
in vollem Bewusstsein
ihrer Eigenverantwortlichkeit
Hand an sich gelegt haben.


********************************

Gestern – heute – morgen

Schwarze Gedanken
Nicht an die Oberfläche gelangte Tränen
Werfen sich bleiern
Auf die kindliche Seele

Vokabeln wie
Hoffnung und Zuversicht
Klingen wie der blanke Hohn

Und doch
Sind gerade diese Vokabeln
Nicht mehr nur Vokabeln
Das einzige Weggeleit
Das dazu beitragen kann
Tränen an die Oberfläche kommen zu lassen
Schwarze Gedanken zu vertreiben

Hoffnung und Zuversicht –
Nur in ihrer Begleitung
Hebt sich die Schwerkraft
Selbst auf.

**************************************

NEBEL

Nebel liegt schwer in der Luft,
Nebel lastet auf Häusern und Bäumen,
Nebel bedrückt aber auch uns Menschen.

Nebel verhüllt Wesentliches,
Er lässt die wahren Konturen
Oftmals nur schemenhaft erkennen,
Er verschluckt Geräusche -
So aber macht er auch unsicher.

Erst die Sonne ist in der Lage,
Ihn aufzulösen, ihm das Gewicht zu nehmen,
Erst die Sonne gibt die Konturen frei,
Lässt zu, dass Geräusche gehört und
Identifiziert werden.

Nur die Sonne ermöglicht,
Sicher zu werden und
Das Wesen der Dinge
Zu erkennen.

Nur vor der Sonne
Weicht der Nebel zurück.
Erst durch den Nebel
Erkennen wir aber auch
Den Wert der Sonne.


***************************




***************************

Gegen den Strom

Im Zentrum der Hektik
mache ich mit
spiele freundlich die Rollen
die von mir erwartet werden
zerberste innerlich
bewahre Ruhe
scheine als ruhender Pol
eine Insel im Strom -
die ich auch bin

Im Zentrum der Hektik
wirke ich dem Stress entgegen
stoße ich an meine Grenzen
merke ich: da geht mehr

Im Zentrum der Hektik
spiele ich den Clown und
finde mich.

*********************************

Ich bin
von felsenfest überzeugten
Menschen umgeben
und
ich habe Angst
dass diese Steine
mich erschlagen.

(Lothar Zenetti)

***********************************

Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden Worte.
Achte auf Deine Worte, denn sie werden Handlungen.
Achte auf Deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten.
Achte auf Deine Gewohnheiten, denn sie werden Dein Charakter.
Achte auf Deinen Charakter, denn er wird Dein Schicksal.

(aus dem Talmud, andere Quellen schreiben diesen Text Goethe zu)

************************************

Rainer Maria Rilke
ENGELLIEDER

Ich ließ meinen Engel lange nicht los
und er verarmte mir in den Armen,
und wurde klein, und ich wurde groß:
und auf einmal war ich das Erbarmen,
und er eine zitternde Bitte bloß.

Da hab ich ihm seine Himmel gegeben, -
und er ließ mir das Nahe, daraus er entschwand;
er lernte das Schweben, ich lernte das Leben,
und wir haben langsam einander erkannt.

Seit mich mein Engel nicht mehr bewacht,
kann er frei seine Flügel entfalten
und die Stille der Sterne durchspalten,
denn er muß meiner einsamen Nacht
nicht mehr die ängstlichen Hände halten -
seit mich mein Engel nicht mehr bewacht.

******************************************

Ich glaube an das Jenseits und die Ewigkeit.
Ich glaube, dass nur ein dünner Schleier unsere irdische Dimension vom Jenseits trennt.
Ich glaube, dass das Jenseits die Heimat ist, von der wir alle kommen und in die wir wieder alle gehen werden, und dass unser Geist reale Erinnerungen an sie hat.
Und ich glaube, dass wir in Wirklichkeit im Jenseits, das heißt zwischen unseren so genannten „Leben“, am allerlebendigsten sind.

(Sylvia Brown, gefunden bei www.verwitwet.de)

***********************************************



Bearbeitet zuletzt am 21.12.2005











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