Wolfs KaleidoskopLichterkette in Gedenken an kleine Engel

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Meine schönsten Bibelstellen


Herzensfreude ist Leben für den Menschen.
Frohsinn verlängert ihm die Tage.
(Jesus Sirach 30,22)





Auf dieser Seite möchte ich - nach und nach - meine schönsten Bibelstellen nennen, die auf mich im Laufe der Zeit einen prägenden Eindruck hinterließen.

Anfangen möchte ich mit meinem Konfirmationsspruch:

"Jesus Christus spricht: Wer an mich glaubt, der wird leben."

Damals konnte ich mit diesem Spruch nicht viel anfangen, heute aber weiß ich, dass mein Pfarrer mir keinen für mich passenderer Spruch hätte aussuchen können.
Leider habe ich das Original im Rahmen im Laufe mehrerer Umzüge verloren und kenne die Bibelstelle nicht mehr. Sollte sie jemand von Euch kennen, lasse er oder sie mich sie bitte wissen. Sollte sie mir auf andere Weise zufallen, werde ich sie ergänzen.

Nachtrag: Kaum dass ich diese Zeilen hier geschrieben habe, ist mir die Stelle, die ich fast 40 Jahre nicht gefunden habe, "zugefallen", als ich auf ein Kalenderblatt schaute:

Joh. 11, 25: "Jesus erwiderte ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt."





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Gleich nach meinem Konfirmationsspruch aber m u s s auch schon mit dem 1.Korinther 13,13 eine Bibelstelle kommen, die die meisten von Euch sicher auch kennen werden:

"Was bleibt, sind drei Dinge: Glaube, Hoffnung, Liebe. Das Größte aber ist die Liebe."

Diese Stelle habe ich zu meinem Lebensmotto werden lassen, gleichwohl ich nach wie vor ein Mensch bin, der auch mal zornig wird oder verletzt reagiert. Dabei tröstet mich dann, dass auch ein Jesus, der mir in gewisser Weise Vorbild ist, soweit man das als Mensch überhaupt sagen kann, mal ausgerastet ist, als er z.B. die Händler aus seinem Tempel warf....

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Hierzu gibt es eine ganz tolle Version von Ulrich Schaffer:

DIE LIEBE
(1. Kor. 13 , frei nach Ulrich Schaffer)

Die Liebe ist langmütig und freundlich:
Sie hat auch noch Geduld,
nachdem sie etwas 100mal gesagt hat;

Die Liebe eifert nicht:
Sie kennt keine Eifersucht,
sie beneidet den andern nicht
und versucht auch nicht alles nachzumachen;

Die Liebe treibt nicht Mutwillen:
Sie nutzt niemanden aus,
weder die Schwachen noch die Starken;

Die Liebe bläht sich nicht auf:
Sie sagt nie:
sieh mal, was ich mit in unser Verhältnis gebracht habe,
sieh mal, wer ich bin - und du?
Oder: Ohne mich wärst du gar nichts.

Die Liebe stellt sich nicht ungebärdig:
Sie ärgert den anderen nicht
und ärgert sich auch nicht über ihn,
er ist Geschöpf Gottes,
mit dem Gott etwas vorhat;

Die Liebe sucht nicht das Ihre:
Du bist für ihn da und er ist für dich da
und ihr beide seid für Gott da;

Die Liebe läßt sich nicht erbittern:
Sie sagt nicht:
das war das letzte Mal...
wenn du noch einmal...
das war deine letzte Chance...
ich mache das nicht mehr mit;

Die Liebe rechnet das Böse nicht zu:
Das zu schnelle Wort,
das eingeschnappte Schweigen,
das Böse wird nicht aufgestapelt;

Die Liebe freut sich nicht über die Ungerechtigkeit,
aber sie freut sich über die Wahrheit:
Sie deckt nicht zu,
sie läßt nicht Gras drüber wachsen,
sondern sie bereinigt und vergibt,
sie verkauft auch nicht die Wahrheit
um des lieben Friedens willen,
sie ist auch nie ungerecht
und für sie gibt es keine Wahrheit ohne Liebe.

Die Liebe verträgt alles:
Auch wenn sie nicht versteht,
warum der andere plötzlich so eigenartig geworden ist,
wenn mit ihm scheinbar nicht mehr auszukommen ist;

Die Liebe glaubt alles:
Sie nimmt den anderen beim Wort,
auch wenn sie ausgenutzt wird,
sie ist nicht ironisch
und meint, was sie sagt;

Die Liebe hofft alles:
Sie gibt die Hoffnung,
dass Gott etwas aus dem anderen machen kann,
nicht auf,
gegen Vererbung und Charakterschwäche
setzt die Liebe
Gottes verändernde Macht;

Die Liebe duldet alles:
Sie hält das Unmögliche aus,
sie hält das Ungerechte aus,
und wenn alles zusammenzubrechen scheint:
Ehe, Familie, Glaube, Gemeinde, Beruf -
dann blüht die Liebe als große Hoffnung
über den Trümmern.

Die Liebe hört niemals auf
Liebe, die niemals aufhört
niemals hört die Liebe auf
die Liebe hört niemals auf
die Liebe hört niemals auf
die Liebe hört niemals auf


**********************************

Nun muss auch schon die Stelle aus der Apostelgeschichte 22, Verse 8 und 10, erwähnt werden:
Paulus, der da noch Saulus war, rief und fragte:

"Wer bist du, Herr?" und
"Herr, was soll ich tun?"

Auf diese Stelle haben mich während meines Studiums einmal die "Navigatoren" hingewiesen, eine christliche Studentengruppe, die sich darum bemüht, Studenten die Bibel nahe zu bringen.
Auf diese war ich "zufällig" aufmerksam geworden, als ich in der Mensa zum Essen ging.
Als ich dann - auf deren Vorschlag - diese Fragen an die Bibel stellte, sie blind irgendwo aufschlug, bekam ich stets Antworten auf Fragen, die ich stellte, weil sie mir am Herzen lagen.
Da habe ich gemerkt, dass die Bibel kein totes Buch ist, sondern zu mir spricht. Einmal, als ich es zu weit trieb, bekam ich - sinngemäß - einmal zur Antwort, ob ich denn nicht auch mal selbst entscheiden wolle... Diese Stelle habe ich danach auch nie wieder gefunden.

Jedenfalls ist diese Bibelstelle in etwa gleichzusetzen mit dem Beginn meines Glaubens. Ergänzt wurde dies damals durch einen Film, der "zufällig" ebenfalls gerade im Programm- Kino lief: "JONI".
Hier wird das Leben und Schicksal eines jungen Mädchens beschrieben, das beim Springen ins Wasser querschnittsgelähmt wurde und kaum noch etwas bewegen konnte. Der Prozess, wie sie durch ihre Schmerzen hindurch zum Glauben fand, der ihr Leben später - und wohl auch heute noch - ausfüllt, war sehr eindrucksvoll. Joni gibt es im übrigen wirklich, sie hat auch Bücher geschrieben und sogar Platten besungen...

*********************************

Nun muss es zwar grundsätzlich von innen kommen, sich mit dem Glauben zu befassen oder glaubend zu werden, aber wenn es denn geschehen ist, ist es damit nicht getan. Daher habe ich in der Folgezeit oftmals diese Bibelstelle vor mich hin gedacht und gesagt:

"Herr, ich glaube! Hilf meinem Unglauben!"
(Mk. 9,24)

************************************

Eine der schönsten Bibelstellen, sicherlich nicht nur nach meinem Verständnis (gäbe es einen Wettbewerb, würde sie sich wohl gemeinsam mit dem 1.Kor.13 um den 1.Platz bemühen...), ist der Prediger (Kohelet) 3.
Da es so eine besondere Stelle ist, zitiere ich hier mal einige Zeilen (im übrigen aus einer Konfirmationsbibel etwa aus der Zeit meiner eigenen Konfirmation, die ich mal auf einem Flohmarkt erstanden habe):

"Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde:
geboren werden hat seine Zeit,
sterben hat seine Zeit;
pflanzen hat seine Zeit,
ausreißen, was gepflanzt ist, hat seine Zeit;
töten hat seine Zeit,
heilen hat seine Zeit;
abbrechen hat seine Zeit,
bauen hat seine Zeit;
weinen hat seine Zeit,
lachen hat seine Zeit;
klagen hat seine Zeit,
tanzen hat seine Zeit;
Steine wegwerfen hat seine Zeit,
Steine sammeln hat seine Zeit;
herzen hat seine Zeit,
aufhören zu herzen hat seine Zeit;
suchen hat seine Zeit,
verlieren hat seine Zeit;
behalten hat seine Zeit,
wegwerfen hat seine Zeit;
zerreißen hat seine Zeit,
zunähen hat seine Zeit;
schweigen hat seine Zeit,
reden hat seine Zeit;
lieben hat seine Zeit,
hassen hat seine Zeit;
Streit hat seine Zeit;
Friede hat seine Zeit.
Man mühe sich ab, wie man will, so hat man keinen Gewinn davon....

... auch hat er die Ewigkeit in ihr (der Menschen) Herz gelegt;
nur dass der Mensch nicht ergründen kann das Werk, das Gott tut,
weder Anfang noch Ende.

Da merkte ich, dass es nichts Besseres dabei gibt als fröhlich sein und sich gütlich tun in seinem Leben.
Denn ein Mensch, der da isst und trinkt und hat guten Mut bei all seinem Mühen, das ist eine Gabe Gottes.....

Was geschieht, ist schon längst gewesen, und was sein wird, ist auch schon längst gewesen; und Gott holt wieder hervor, was vergangen ist."

"Alles hat seine Zeit" - das bedeutet zum einen, dass man die Geschehnisse mit einer Gelassenheit annehmen und hinnehmen kann, die einer asiatischen (oder der bekannten Ruhe der Stoiker) durchaus gleichzusetzen ist. Der berühmte Spruch von Friedrich Oetinger aus dem 18.Jahrhundert, der von Gelassenheit, Mut und Weisheit handelt, mag von dieser Bibelstelle inspiriert worden sein.
Zum anderen bedeutet das, dass auch ein Mensch, der sich um christliche Ideale bemüht, Zeiten kennt, in denen er diesen Idealen manchmal nicht so nahe kommt, ihnen sogar zu widersprechen scheint. Und doch kann man aus dieser Bibelstelle den Trost ziehen, dass alles seine Zeit hat, dass also durchaus normal ist, wenn man einmal streitet, hasst oder zerreißt.

Der Prediger Salomo, dem diese Bibelstelle zugeschrieben wird, wusste durchaus um das Mensch- Sein, das beides beinhalten kann, Lieben und Hassen, Streit und Frieden, geboren werden und sterben. Beides gehört zusammen, sozusagen untrennbar.
Das wiederum erinnert an das "Ying" und "Yang", das uns aus dem chinesisch - asiatischen Bereich geläufig ist. Beides erst ergibt ein Ganzes, Hell und Dunkel, Regen und Sonne, eine männliche und eine weibliche Seite im Menschen (in jedem Menschen nämlich gibt es "Bausteine" auch des anderen Geschlechts, nur anteilmäßig in verschieden hoher Prozentzahl).

Aus dieser Bibelstelle lässt sich starker Trost ziehen in allen Begebenheiten und Erlebnissen und Erfahrungen des Lebens. Und es lassen sich Parallelen ziehen zu anderen Religionen, die Ähnliches aussagen.

Interessant in meinen Augen ist auch das Ende meines Zitats, aus dem hervorgeht, dass es im Grunde weder Vergangenheit noch Zukunft gibt, sondern dass alles parallel abläuft (was für unser Verständnis nur schwer einsehbar und verständlich ist).

Ein Grund mehr, das "Heute" zu genießen, heute zu leben und das "Gestern" gestern sein zu lassen, sich aber auch nicht von Gedanken an die Zukunft tyrannisieren zu lassen.

Alles hat seine Zeit - und wir sind ein Teil davon.


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Eine Bibelstelle, die auch nicht fehlen sollte, ist diese:

„Wenn ihr nicht umkehrt und wie die Kinder werdet,
könnt ihr nicht in das Himmelreich kommen.“
(Mt. 18, 3b)

Denn im Grunde habe ich zu dieser Stelle eine Geschichte auf- geschrieben, ohne sie zu der Zeit zu kennen: PAIDIRENIA.
Erst nachdem diese existierte, fand ich diese, in meinen Augen dazu 100pro- passende Bibelstelle. Sie spiegelt im Grunde den Inhalt wider.


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Nach der Bergpredigt, die sicher hier auch noch erscheinen wird, ist das Vaterunser sicher ebenfalls eine der bedeutendsten und hilfreichsten Stellen der Bibel (wobei manche glauben mögen, Luther z.B. habe diesen Text ersonnen, hat er aber nicht):

"So sollt ihr beten:
Unser Vater im Himmel,
dein Name werde geheiligt,
dein Reich komme, dein Wille geschehe
wie im Himmel, so auf der Erde.
Gib uns heute das Brot, das wir brauchen.
Und erlass uns unsere Schulden,
wie auch wir sie unseren Schuldnern erlassen haben.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern rette uns vor dem Bösen."
(Mt 6, 9-13)
Hinzugefügt wurde später noch:
"Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit".
AMEN

Dieses Gebet kann echt wieder neue Energien vermitteln, wenn man es nicht "wie die Heiden plappert", wie Jesus sagt, sondern es von Herzen betet.
Besonders die Stelle: "Dein Reich komme, dein Wille geschehe
wie im Himmel, so auf der Erde"
lohnt, immer wieder nachgesprochen zu werden. So kann man mit manchem einig werden, was einem begegnet und das man meint, nicht akzeptieren zu können...




Dieses Bild trägt den Titel: "New Horizon" - ich denke, es passt hier ausgesprochen gut, weil nicht nur die Bibel an sich, sondern speziell auch das Vaterunser in der Tat "neue Horizonte" eröffnen kann.....

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Eine Bibelstelle, die mich schon seit meiner Schulzeit "verfolgt" - damals haben wir sie sowohl in Latein als auch in Griechisch gelesen -, ist die folgende:

"Verurteilt nicht andere, dann wird Gott euch auch nicht verurteilen. Denn wie ihr selber richtet, so wird Gott euch richten. So wie ihr bemesst, was ihr gebt, wird Gott bemessen, was er euch zurückgibt.

Was starrst du auf den Splitter im Auge deines Bruders, und den Balken in deinem eigenen Auge bemerkst du nicht?"
(Matth. 7, 1-3)

Vornehmlich wegen der Stelle mit dem Balken und dem Splitter habe ich mich jüngst sehr gefreut, als ich bei ebay ein Neues Testament ganz günstig ersteigern konnte, das in Latein, Griechisch, Deutsch und Englisch gedruckt wurde (Remake aus dem 19.Jahrhundert), denn dann konnte ich alte Schulzeiten wieder aufleben lassen...

Diese Stelle hat im Grunde auch Phaedrus in einer seiner Fabeln behandelt - nur dass er dies natürlich nicht christlich meinte, sondern von Jupiter spricht. Er spricht dabei nicht von Splitter und Balken, sondern von Rucksäcken oder Ranzen, die jeder von Jupiter bekommen hat - die mit den eigenen Fehlern sieht er nicht, weil sein Ranzen auf dem Rücken hängt, den mit den Fehlern der anderen sieht er, weil er halt hinter dem anderen geht...

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Ein jeglicher, liebe Brüder, worin er berufen ist, darin bleibe er vor Gott.
(1. Korinther 7,24)

Diese Stelle habe ich eher zufällig gefunden - und sie sogleich hier eingefügt. Denn sie sagt etwas, was meiner Einstellung entspricht: Das Berufen- Sein. Und das Vor- Gott- Sein. Und dass man gerade da, wo man sein Berufen- Sein spürt, Gott einbeziehen sollte. Denn er ist die Grundlage dafür.

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Was ich auch immer wieder interessant finde, ist, auf Bibelstellen im Alten Testament zu stoßen, die direkt mit entsprechenden Stellen im Neuen Testament korrespondieren - wo also gewissermaßen Jesus und seine Taten angekündigt werden, die sich dann auch entsprechend erfüllen.

So steht heute (07.08.05, Blatt v. 06.08.05) diese Stelle auf dem Neukirchner Kalender:
"Elisa sprach: Gib den Leuten, dass sie essen! Denn so spricht der Herr: Man wird essen und es wird noch übrig bleiben."
(2. Kön 4,43)
Das erinnert doch sehr an die Speisung der 5000 von Jesus:
"Gebt ihr ihnen zu essen!" (Mt 14,16).
Bei den Königen geht es um zwanzig Gerstenbrote für hundert Männer. Hier heißt es: "Es wird noch übrig bleiben."
Bei Jesus: "Sie sammelten auf, was an Brocken übrig blieb, zwölf Körbe voll" (Mt. 14,20).

Solche Stellen, die einen direkten Bezug vom Alten zum Neuen Testament herstellen, gibt es mehrere. Und das finde ich eben faszinierend, dass Jahrhunderte vor Jesus schon auf ihn hingewiesen wurde...

Abgesehen davon kann uns dies einmal mehr erinnern an diese Stelle, die vielen von uns bekannt ist, auch wenn wir uns nicht so in der Bibel auskennen:
"Seht euch die Vögel des Himmels an: Sie säen nicht, sie ernten nicht und sammeln keine Vorräte in Scheunen; euer himmlischer Vater ernährt sie. Seid ihr nicht viel mehr wert als sie?"
(Mt. 6, 26)

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Auch wenn ich auf diese Stelle erst hier und jetzt hinweise, gehört sie doch eigentlich ganz oben in die Reihe der wichtigsten Bibelstellen:

Von der Pflicht zur Vergebung

"Da trat Petrus zu ihm und fragte: Herr, wie oft muss ich meinem Bruder vergeben, wenn er sich gegen mich versündigt? Sieben Mal?
Jesus sagte zu ihm:
Nicht sieben Mal, sondern siebenundsiebzig Mal (Gen 4,24)."
(Mt 18, 21-22)

Mancher mag hier nur den Zeigefinger sehen oder dass der Mensch sündig ist - und im Geiste abwinken.
Sollte er aber nicht: Es geht nicht so sehr um den Zeigefinger, sondern darum, sein eigenes Verhältnis zum Nächsten - meist im wahrsten Sinn des Wortes, denn gerade Familienmitglieder oder Freunde können einen manchmal sehr verletzen - zu überdenken und zu bereinigen.
Gerade auch die großen "Klopfer" sollte man vergeben, die einem an den Kopf geworfen werden - aber auch die kleinen Piekser, die einem so auf seinem Lebensweg begegnen. Denn dann kann nicht nur Frieden im jeweiligen Verhältnis zum Gegenüber eintreten - nein, auch in einem selbst.
Dinge, die man nie so wirklich vergessen kann - gerade auch dann, wenn die jeweiligen Personen verstorben sind und man sie nicht mehr mit ihnen klären kann -, gerade solche Dinge sollen wir vergeben - zu unserem eigenen Nutzen.

Vergebung erleichtert, beschwingt sogar,
Vergebung befreit.
Ich habe es erlebt.

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In diesem Zusammenhang habe ich auch dieses gefunden:

Durch Gebet erlangt man alles.
Gebet ist eine universelle Arznei.
(Novalis)

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Ein Psalm, der mir gerade in letzter Zeit häufiger begegnet ist, ist folgender:

Gott ist bei dir!

Ich blicke hinauf zu den Bergen:
Woher wird mir Hilfe kommen?
Meine Hilfe kommt vom Herrn,
der Himmel und Erde gemacht hat!
Und du sollst wissen:
Der Herr lässt nicht zu, dass du zu Fall kommst.
Er gibt immer auf dich Acht.
Er, der Beschützer Israels,
wird nicht müde und schläft nicht ein;
er sorgt auch für dich.
Der Herr ist bei dir,
hält die Hand über dich,
damit dich die Hitze der Sonne nicht quält
und der Mond dich nicht krank macht.
Der Herr wendet Gefahr von dir ab
und bewahrt dein Leben.
Auf allen deinen Wegen wird er dich beschützen,
vom Anfang bis zum Ende,
jetzt und in aller Zukunft!

(Psalm 121 in der Fassung der Immendorff- Bibel, Gütersloh 2006)

Möge dieser Psalm immer wieder Menschen helfen, wie er auch mir immer wieder etwas geben konnte.

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Ab und zu antwortet die Bibel - oder besser: Gott durch die Bibel -, wie auch heute:

Er wird dich mit seinen Fittichen decken, und Zuflucht wirst du haben unter seinen Flügeln.
Psalm 91,4

Jesus sprach zu Jairus: Fürchte dich nicht, glaube nur!
Markus 5,36

Dazu kann ich nur, wie auch zu Beginn meines Glaubens, dieses sagen.

Herr, ich glaube – hilf meinem Unglauben!
Markus 9,24

Ich wünsche, dass allen Lesern diese Stellen ebensolchen Trost spenden wie mir.

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Wie ich hörte, hatte eine Bekannte von mir diesen Psalm als Konfirmationsspruch - er hätte aber auch für mich geschrieben sein können:

Ich will dich anweisen und belehren über den Weg,
den du gehen sollst; ich rate dir gut,
über dir ist mein Auge.

(Psalm 32,8)






zuletzt bearbeitet: 24.06.2010



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