Wolfs KaleidoskopLichterkette in Gedenken an kleine Engel

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Ein großer Mensch ist derjenige,
der sein Kinderherz nicht verliert.
(Mengzi, chinesischer Philosoph, um 370 - 290 v. Chr.)

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P A I D I R E N I A





"Erwachsene kommen nicht in den Himmel" - so lautet meine allererste Erzählung, die mir ebenso "zufällig" in den Sinn kam wie mein allererstes Gedicht. Eines Nachts so gegen half fünf Uhr wurde ich wach, ging zum Schreibtisch und schrieb den Text auf den Schreibtischblock, der sich später auf dem Schild aus dem Land PAIDIRENIA wiederfinden sollte.
Am nächsten Abend saß ich beim Abendbrot, wollte gerade ein Butterbrot essen, da m u s s t e ich zum Schreibtisch gehen und die ganze Geschichte aufschreiben. So etwa bei Halbzeit, bevor mein Held nach Paidirenia kommt, wollte ich Pause einlegen und weiter essen. Aber es ging nicht, wieder
m u s s t e ich zum Schreibtisch und die restliche Geschichte zu Papier bringen. Dann erst, als alles auf dem Block stand, durfte ich mein Abendbrot zu Ende essen.
Ich habe übrigens bislang für jedes Abschreiben der Geschichte länger gebraucht als beim erstmaligen Aufschreiben.......


PAIDIRENIA ist auch der Titel eines kleines Büchleins, das gerade eben im Engelsdorfer Verlag erschienen ist. In ihm sind drei Erzählungen und ein Vielfaches an Gedichten und Aphorismen enthalten, illustriert wurde das Manuskript von Frau Nicole Seemann.
Mehr dazu in meinem Sammelsurium....
Anfragen bitte per Mail an mich.


Und hier ein kleiner Textauszug:

Es war einmal.......
ein Mann, der war als leitender Angestellter in einem großen Industrieunternehmen in einer der Großstädte unserer Zeit beschäftigt. Er war zwar verheiratet, hatte eine liebevolle Frau und mittlerweile drei Kinder, aber er kannte nur seinen Beruf, der ihn voll und ganz in Anspruch nahm. Er hatte es zu etwas gebracht – und darauf war er sehr stolz.
Geboren und aufgewachsen in ärmlichen Verhältnissen – sein Vater hatte in einer Autofabrik am Fließband gearbeitet, seine Mutter war neben ihrer Tätigkeit als Hausfrau und Mutter ihrer fünf Kinder noch halbtags in einer Näherei als Zuschneiderin tätig gewesen – hatte er schon früh Ehrgeiz entwickelt, es einmal zu etwas Besserem zu bringen. Er hatte nicht so leben wollen, wie es seine Eltern getan hatten – er hatte sich nach finanziellem Wohlstand, einem eigenen Häuschen und zumindest einem Mittelklassewagen gesehnt und geglaubt, damit auch das Glück finden zu können.
Dabei hatte er aber freilich den materiellen Wohlstand mit dem ideellen wirklichen Glück verwechselt, das nicht abhängig ist von materieller Sicherheit. Seine Eltern waren trotz ihrer ärmlichen Verhältnisse mit ihrem Schicksal zufrieden und glücklich mit einander gewesen. Nach seiner Einschätzung aber war das unmöglich, daher konnte er das auch nicht nachvollziehen......






Paidirenia war nun ein schönes, herrliches und freundliches kleines Land.
Dort hatten die Leute andere Ein- und Vorstellungen vom Leben und zum Leben.
Hier wurde groß geschrieben, nach ideellen Gütern wie Treue, Freundschaft, Güte, Liebe, Verbundenheit, Zufriedenheit und wirklichem Glück zu streben.
Materielle Werte wie Wohlstand oder hohe berufliche Stellungen waren unattraktiv, ja sogar verpönt.

Für die Einwohner von Paidirenia war es nicht wichtig, wie viel man verdiente, ob man ein großes Haus besaß oder einen Straßenkreuzer fuhr – sie hielten mehr davon, freundlich gegen jedermann zu sein und sich darum zu bemühen, dass jeder in dem kleinen Land – ob Einwohner, ob Besucher – glücklich war.
Hatte einmal einer einen schlechten Tag und fühlte sich nicht wohl, so war gewiss ein anderer da, der sich bemühte, ihn aus diesem Tief herauszuführen, seine Stimmung aufzuheitern. Kurz: Die Einwohner von Paidirenia hatten die Einstellung, Gedanken und Wertvorstellungen eines Kindes. Eines Kindes, das noch nicht von unseren Werten, denen heutzutage alle in unseren Ländern und Städten nachstreben, verdorben ist.
Und so lebten alle in Frieden und Eintracht mit einander – eben wegen des mangelnden Anreizes, den anderen auszubooten, auszustechen, zu übervorteilen oder gar zu treten. Deswegen brauchte sich auch niemand aus irgendwelchen Gründen gegenüber einem anderen zu verstecken, hatte niemand einen Grund, sich irgendwelcher Angriffe zu erwehren, sich zu verteidigen.

Daher hatte das Land auch seinen Namen:
Paidirenia – das Land, in dem die Menschen wie Kinder in Frieden leben......

Er begann zu verstehen, dass solche „Erwachsenen“ eigentlich nur Maschinen sind, die arbeiten, um andere, umfassendere technische oder unternehmensmäßige Maschinen am Leben zu erhalten. Dabei aber nichts für sich selbst taten.
Im Gegenteil:
Sie machen sich selbst kaputt, so dass es schon fast die Ausnahme ist, wenn diese menschlichen Maschinen das Pensionsalter erreichen (wie er auch bestätigen musste, als er sich an manche Schlagzeile erinnerte, die in den letzten Jahren immer häufiger in den Gazetten aufgetaucht war – zunächst auf der Titelseite, dann schließlich nur noch als Randnotiz im Lokalteil).
Und worauf konnten solche menschlichen Maschinen schon verweisen, wenn sie vor ihren Schöpfer traten? Sie hatten nichts vorzuweisen außer einem immensen Negativkonto, einem riesigen Schuldensaldo......

Er bekam plötzlich Familiensinn, seine negative Einstellung gegenüber Kindern verschwand völlig.
Sie wurden eine richtige, glückliche Familie.....

In einem kleinen Geschäft in einem ganz kleinen Ort fand sich auch ein Schild mit der Aufschrift:

"Erwachsene kommen nicht
in den Himmel!
Nur einige wenige.
Die, die sich ihr kindliches Gemüt
bewahrt haben."...


(Du fragst, wo Paidirenia liegt?
Überall dort, wo Menschen Menschen sind!)



„Wenn ihr nicht umkehrt und wie die Kinder werdet,
könnt ihr nicht in das Himmelreich kommen.“
(Mt. 18, 3b)



Wenn wir ganz und gar aufgehört haben,
Kinder zu sein,
dann sind wir schon tot.
(Michael Ende)

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Widmung:
Der Kraft, die jeder in sich trägt, und ohne die dieses Buch nicht entstanden wäre.

Danke auch an Frau Elfie Nadolny, ohne deren unermüdlichen Einsatz es dieses Buch ebenfalls nicht gäbe.

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Paidirenia
Erwachsene kommen nicht in den Himmel
Engelsdorfer Verlag 2007
ISBN 3-86703-205-X oder
ISBN 987-3-86703-205-6
Preis: 12,90 Euro





zuletzt bearbeitet am 22.03.2008



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