Wolfs KaleidoskopLichterkette in Gedenken an kleine Engel

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Fremde Gedanken aus dem Netz I





Hier möchte ich einige der durchaus nachdenkenswerten Texte sammeln, die mir so per e-mail immer wieder mal auf den Tisch kommen. Wie es so ist, stehen da in aller Regel keine Namen der Verfasser dabei, daher mag man mir verzeihen, dass ich hier keine nenne (ich hab zumindest versucht, sie herauszufinden, wie Ihr sehen werdet). Aber die Gedanken, die dahinter stehen, erscheinen mir wert, hier vorgestellt zu werden (vielleicht kennt Ihr sie ja auch schon):


Die unbarmherzige Verbannung der Regenbogentränen

Frau Apollonia lehnte sich zurück und begann zu erzählen: »Vor langer, langer Zeit waren einmal ein kleiner Junge und ein kleines Mädchen. Zu Hause bei ihren Eltern führten sie ein glückliches Leben. Wenn etwas Schönes passierte, dann freuten sie sich, lachten und sangen, und wenn etwas geschah, was ihnen Kummer machte, dann wurden sie traurig und weinten schillernde, bunte Regenbogentränen. Diese Tränen hatten eine besondere Eigenschaft. Mit der Zeit konnten sie jeden Kummer fortspülen, auch wenn er noch so groß war. Manchmal ging es schnell, und manchmal dauerte es etwas länger. Doch irgendwann hatten sie es geschafft, und die Kinder konnten wieder von Herzen fröhlich sein.
Aber eines Tages merkten sie, dass ihre Regenbogentränen nicht gerne gesehen wurden. Die Leute zeigten sich unfreundlich, wenn sie mit ihnen in Berührung kamen, und manche hatten sogar Angst vor ihnen: "Hilfe! Versteckt diese Tränen bringt sie weg. Sie sind gefährlich!"
Die Kinder konnten das nicht verstehen. Sie mochten ihre Tränen und berieten, was sie nun tun sollten. Weil das Geschrei der Leute immer lauter wurde und sie Angst hatten, bald ausgestoßen zu werden, beschlossen sie schließlich, ihre Tränen zu verbannen und in die Wüste zu schicken. Schweren Herzens befahlen die Kinder ihnen, herauszukommen, damit sie sie besser fortschaffen konnten.
Die Tränen versuchten sie davon zu überzeugen, dass das ein schlimmer Fehler wäre. Sie erinnerten die Kinder daran, wie gut sie ihnen taten, aber die Angst vor den bösen Blicken und dem Gezeter der Leute war größer. Die Kinder ließen sich nicht umstimmen. Als die Tränen sich weigerten, zu diesem Zweck freiwillig herauszukommen, suchten die Kinder einen bösartigen Zwerg auf, der in einer Höhle am Rand des Dorfes hauste. Sie schilderten ihm ihr Problem und baten um seine Hilfe.
Der Zwerg, der bekannt war für seine Abneigung gegen menschliche Gefühle, frohlockte. Tränen waren ihm besonders verhasst. Und so riet er den Kindern, sich zweiteilen zu lassen und alle Tränen und traurigen Gefühle in eine Hälfte zu stopfen. Diese könnten sie dann bequem an einen Ort bringen, wo sie kein Mensch jemals wieder finden würde. Die Kinder trauten dem Zwerg nicht so recht und ahnten, dass er etwas Niederträchtiges im Schilde führte. In ihrer Not stimmten sie jedoch zu. Der böse Zwerg besaß das Schwert der Unbarmherzigkeit. Mit ihm schlug er die Kinder nacheinander in der Mitte durch und machte jeweils zwei Hälften aus ihnen. Beide Hälften sahen völlig gleich aus, so dass niemand ihm auf die Schliche kommen konnte.
Die beiden Kinder packten nun ihre traurigen Doppelgänger und machten sich mit ihnen auf den Weg. Tag und Nacht waren sie unterwegs. Sie wanderten über Berge, durch tiefe Sümpfe und schreckliche Dornenwälder und überquerten Flüsse, bis sie schließlich in einer großen Einöde landeten. Nur ein paar nackte Felsen standen dort, weit und breit war keine Menschenseele zu sehen.

Am Fuß eines großen Felsens legten die Kinder ihre zweiten Hälften ab und mit ihnen auch die heilenden Regenbogentränen. Schnell machten sie sich aus dem Staub und versuchten, die flehenden Rufe der zurückgelassenen Hälften zu überhören.
Halb verhungert und verdurstet kamen sie schließlich wieder zu Hause an. Die erste Zeit verlief angenehm. Die Leute waren wieder freundlich zu ihnen, und die Kinder vergaßen, was sie getan hatten. Doch nach einer Weile kam der erste Kummer. Die beiden versuchten, sich nicht darum zu scheren. Sie lenkten sich ab, spielten, lachten und aßen Schokolade. Doch als sie abends zu Bett gingen, fühlten beide einen brennenden Schmerz an ihrer Seite. Es war die Stelle, an der der Zwerg sie durchgeschlagen hatte. Nichts wollte helfen, kein gutes Zureden, kein Drohen, rein gar nichts.
Sehnsüchtig dachten die Kinder an ihre Regenbogentränen, die dort in der Wüste lagen, und schliefen bald darüber ein. Am nächsten Tag war es etwas besser, und bald dachten sie nicht mehr an ihre verbannten Hälften. Doch als der nächste Kummer kam, fing es wieder an. Die Wunde, die ihnen der Zwerg geschlagen hatte, brannte wie Feuer. Die Kinder beklagten sich bei ihren Eltern und suchten mit ihnen die besten Ärzte auf. Aber niemand konnte etwas feststellen: Dafür hatte der gewissenlose Zwerg schon gesorgt. So ging es mehrere Jahre. Die Kinder begannen jeden Kummer zu fürchten wie den Tod, und jedes Mal, wenn die vorwurfsvollen Stimmen ihrer verlorenen Hälften sich meldeten, wurden sie starr vor Angst.
Eines Nachts suchten sie heimlich den bösen Zwerg auf. Sie flehten ihn an, ihnen ihre Regenbogentränen wiederzugeben, damit ihr Leid endlich ein Ende habe, aber der Zwerg lachte nur höhnisch und warf sie hinaus. Krank vor Sehnsucht nach ihren zweiten Hälften lagen sie nun vor seiner Höhle und waren ratlos. Da kam eine gute Fee vorbei. Sie ließ sich von ihrem Leid erzählen und hatte Mitleid mit ihnen.
"Eure Regenbogentränen sind nicht für immer verloren", sagte sie. "Es gibt aber nur eine Möglichkeit, sie zurückzugewinnen. Ihr müsst zu dem Ort gehen, an den ihr sie verbannt habt, und eure abgeschlagenen Hälften erlösen. Dann wird euer Kummer bald ein Ende haben."
Die Kinder hatten aber den Weg dorthin vergessen. Sie wollten die Fee noch danach fragen, aber sie war schon wieder verschwunden. So mussten die Kinder sich, ohne zu wissen wohin, auf den Weg machen. Lange irrten sie verzweifelt umher. Sie wanderten über Berge, durchquerten Täler, Flüsse, Sümpfe und Wälder, bis sie eines Tages vor einer großen Wüste standen. Es war das Ende der Welt. Hier musste es irgendwo sein. Die Kinder durchkämmten die Gegend und beteten darum, diese kleinen, hilflosen Wesen, die sie dort ausgesetzt hatten, unversehrt wieder zu finden. Ihre Angst war groß. Konnte etwas Lebendiges in dieser Einöde überhaupt überleben?

Viele Tage und Nächte gingen bei ihrer Suche ins Land. Tagsüber brannte die Sonne vom Himmel und trieb ihnen den Schweiß auf die Stirn. Des Nachts zogen schwere Stürme auf, und es war bitterkalt. Vor Erschöpfung konnten die Kinder sich kaum noch auf den Beinen halten, aber sie gaben nicht auf. Endlich kamen sie zu dem großen Felsen. Aber wie erschraken sie dort. Ihre zweiten Hälften waren verschwunden. Außer sich vor Sorge suchten sie jeden Zentimeter im Umkreis ab. Vielleicht hatten die beiden kleinen Wesen sich versteckt, um nicht von wilden Tieren gefressen zu werden.
Mit einem Mal entdeckten sie im Schatten eines Felsbrockens zwei Blüten. Sie waren klein, aber von einer ungewöhnlich schönen Farbe, und als die Kinder den Stein beiseite schoben, schillerten und funkelten sie im Sonnenlicht wie Juwelen.
Als die beiden Kinder so dastanden und sich an der Schönheit der Blüten erfreuten, hörten sie plötzlich leise Stimmen: "Was habt ihr mit uns gemacht? Warum habt ihr uns allein gelassen? Es war schrecklich hier, und wir haben uns so gefürchtet fürchtet. Wenn die gute Fee nicht gekommen wäre und uns in diese Blüten verwandelt hätte, wären wir gewiss jämmerlich zugrunde gegangen. Bitte nehmt uns mit."
Da wussten die beiden Kinder, dass es ihre verlorenen Hälften waren. Sie bückten sich und pflückten die Blüten. Überglücklich drückten sie sie an ihr Herz.
In dem Augenblick, als die Blüten ihr Herz berührten, kamen auch die Regenbogentränen zurück, und die Kinder fühlten, wie sie wieder ganz wurden. Glücklich und zufrieden kehrten sie nach Hause zurück. Von nun an hüteten sie ihre Tränen wie einen Schatz, und jedes Mal, wenn diese wieder einen Kummer fortgespült hatten, stellten sie zum Dank für die gute Fee eine Blume ins Fenster.“

(aus: Canacakis, Bassfeld-Schepers: Auf der Suche nach den Regenbogentränen, Bertelsmann; erhalten von Claudia Maria
Henneken)

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Es war einmal ein Herz......,

das schlug 100.000 Mal am Tag - nicht mehr und nicht weniger. Es schlug nun einmal so viel, wie es nötig war. Das Herz war nicht von der gleichen feuerroten Farbe wie all die anderen Herzen, sondern besaß nur ein schwaches Blassrosa. Das Schlimme war, dass es mit der Zeit immer mehr an Farbe verlor. Der Lebenskampf hatte es geschwächt und obwohl es noch nicht sehr alt war, hatte es schon viele Falten.
Eines Tages war es auf die Idee gekommen, einen Verschlag um sich zu bauen. So suchte es den härtesten Stein für die Wände, das massivste Holz für das Dach und den stärksten Stahl für die Tür.
Nur so, dachte das Herz, konnte niemand mehr hinein zu ihm und es verletzen - niemand konnte es mehr zerreißen.
Endlich war es sicher.
Nun saß das kleine Herz in seinem Verschlag, lugte hinaus durch die Fugen im Stein und hörte über sich das Knacken des Holzes. Es war ziemlich dunkel und kalt, dachte sich das Herz. Aber es schloß einfach die Augen und tat, was es immer tat - schlagen. 100.000 Mal am Tag. Vor lauter Langeweile zählte das Herz jeden Schlag mit, bis es ihm überdrüssig wurde. So vergaß es manchmal einen Schlag zu tun.
Das Herz fragte sich, was es überhaupt noch für einen Sinn hatte zu schlagen.
Was das Herz vergessen hatte, war, dass es sich zwar in Sicherheit vor allem Bösen befand, es niemand mehr verletzen und enttäuschen konnte, dass aber auch niemand mehr hineinkommen würde, der mit ihm lachen täte, jemand, der Purzelbäume mit ihm schlagen würde und es wärmte.
Nach einiger Zeit fing das Herz an darüber nachzudenken.
Es merkte, einen fatalen Fehler begangen zu haben. Mit aller Kraft versuchte es, die Stahltür aufzudrücken, doch sie war zu schwer, als daß sie sich bewegen ließ.
So begann es, gegen die Steinwände zu hämmern, doch außer daß sich ein paar Brocken lösten, passierte nichts. Der Stein war zu gewaltig. Als es sich am Dach zu schaffen machte, zog es sich nur einen dicken Splitter zu.
Panikartig saß das kleine Herz in seinem selbst gebauten Gefängnis und schlug mindestens doppelt so schnell wie sonst. Wie konnte es nur den Schlüssel in all seiner Trauer vergessen ? Das Herz verfluchte sich für sein elendes Selbstmitleid.
Wie gern würde es sich jetzt den Stürmen des Lebens hingeben, sich vor Angst zusammenkrampfen, vor Freude hüpfen, wenn es nur könnte.
Es schaute durch das Schlüsselloch hinaus in die Welt und sah die anderen Herzen. Einige waren blaß, so wie es selbst. Sie schlichen durchs Leben, geduckt und allein. Andere wiederum sprangen in leuchtendem Rot - Hand in Hand über Stock und Stein, unerschrocken und gestärkt vom anderen.
Doch was das Herz dann sah, ließ es staunen und es konnte seine Tränen nicht verbergen. Da lagen Herzen im Staub mit Füßen getreten. Sie waren weiß und regten sich kaum noch. Sie schlugen vielleicht noch 20 Mal am Tag.
Niemand kümmerte sich um sie, denn auch sie hatten einmal den Schlüssel ihres Gefängnisses so gut versteckt, dass niemand ihn fand.
Da fühlte das Herz zum ersten Mal, dass es ihm noch gar nicht so schlecht ging. Noch war es rosa und noch fühlte es etwas. Es musste nur diesen Schlüssel finden zu seiner Stahltür. So machte es sich auf die Suche und probierte alle Schlüssel, die es finden konnte. Es probierte sogar Schlüssel, von denen es von Anfang an wusste, dass sie nicht passen würden.
Nach einiger Zeit merkte das Herz, dass es wieder einen Fehler begangen hatte.

Es war zu unüberlegt, zu krampfhaft an die Sache gegangen.
Es verstand, dass man das Glück nicht erzwingen kann.
Frei ist man nur, wenn man frei denken kannn. Das Herz entspannte sich erst einmal und beschäftigte sich mit sich selbst. Es schaute in den Spiegel und begann sich so zu akzeptieren, wie es war, blaßrosa und faltig.
Es spürte eine wohlige Wärme in sich aufsteigen und eine innere Gewissheit, dass es auf seine Art und Weise wunderschön war.
So fing es an zu singen, erst ganz leise und schnurrend und nach und immer lauter und heller, bis es ein klares Zwitschern war, wie das eines Vogels am Himmel.
Durch den hellen Ton begann der Stein an einer Stelle nachzugeben.
Mit riesengroßen Augen starrte das Herz auf diese Stelle, wo ein goldenes Schimmern zu erkennen war.
Das Herz traute seinen Augen nicht. Da war der Schlüssel, den es damals mit in den Stein eingemauert hatte. Das hatte es durch all seinen Schmerz und Selbstmitleid vergessen und jetzt, wo es den Schlüssel in der Hand hielt, fiel es ihm wieder ein, wie es ihm vor all den Jahren so sicher erschien, ihn nie wieder zu brauchen.
Langsam und voller Bedacht den Schlüssel nicht abzubrechen, steckte das Herz ihn ins Schloss.
Mit lautem Gequietsche schob sich die schwere Stahltür zur Seite. Das Herz machte einen Schritt nach draußen, schloss die Augen und atmete tief die frische Luft ein.
Es streckte die Arme aus, drehte und wendete sich, blickte nach oben und nach unten und hörte gespannt mal hierhin und mal dorthin.
Das Herz dachte, wie schön das Leben doch sei, machte einige Hüpfer und begab sich auf den Weg, um Freunde zu finden.
Der erste, den es traf, war eine lustiger Geselle, der das Leben zum Schießen komisch fand und über 1000 Freunde hatte.
Nachdem das Herz einige Zeit mit ihm verbrachte, mit ihm alle erdenklich lustigen Sachen anstellte, merkte das Herz, dass diesem "Freund" einiges fehlte - der Tiefgang.
Was war das für ein Freund, mit dem es nur lachen, aber nie weinen konnte ?
Mit dem es nur durch "Dick", aber nie durch "Dünn" gehen würde.
So zog das Herz weiter, allein, aber reich an einer neuen Erfahrung.

Bis es auf eine Gruppe anderer Herzen stieß. Es wurde direkt freundlich in ihre Mitte aufgenommen.
Es war ein ganz neues Gefühl von Zugehörigkeit.
Da war nun eine große Gruppe, wie eine Familie, die zusammen-hielt, wo alle gleich waren. Jeden Morgen standen sie zusammen auf, tranken den gleichen Tee, aßen vom gleichen Brot und gestalteten jeden Tag gleich.
Das Herz war glücklich - eine Zeitlang, bis es spürte, dass auch dies nicht das richtige Ziel sein konnte, denn auch seinen vielen neuen Freunden fehlte etwas - die Individualität.
In ihrer Mitte gab es keinen Platz für jemanden, der eigenständig war und sein Leben selbst planen wollte. Also löste das sich das Herz auch aus dieser Verbindung und genoss sein eigenes Leben.

Es ging über 112 Wege, um 203 Kurven und 24 Berge und Täler, bis es an einem Haus ankam, das mit Stacheldraht umzogen war.
Aus dem Schornstein quoll Rauch, das hieß, dass tatsächlich jemand in diesem Haus lebte.
In einem Haus, das nicht einmal Fenster hatte.
Bei dem Anblick fiel dem Herz ein, wie es selbst einmal gelebt hatte.
Wie sehr es damals gehofft hatte, dass jemand ihm helfen würde und doch niemand sein stummes Flehen erkannt hatte.
Es wusste, dass es ihm aus eigener Kraft gelungen war und es war sehr stolz darauf.
Aber wie konnte es diesem armen Herzen helfen, aus seinem Verlies zu kommen ?
So besorgte sich das Herz eine Drahtschere und versuchte, den Stacheldraht zu durchtrennen. Aber nach einiger Zeit verließen es die Kräfte. Auch dieses Herz hatte keine Mühe gespart, für sich den stärksten Stacheldraht zu finden.
Obwohl das Herz das andere nicht sah und auch nicht hörte, sondern nur ahnen konnte, was das für ein Herz war, fühlte es eine starke Bindung zu ihm.
So grub es ein Loch im Boden unter dem Stacheldraht, um dem anderen wenigstens nah zu sein.
So stand es vor seinem Haus, vor der gleichen dicken Stahltür wie einst seiner und begann zu reden.
Tagelang, nächtelang stand es einfach nur da und redete.
Es erzählte von seinem Schicksal. Erzählte ihm, was ihm alles in seinem Leben widerfahren war und es hörte ein Schluchzen hinter der dicken Tür. Unermüdlich sprach das Herz weiter. Über die lustigen Sachen, die es mit seinem ersten "Freund" erlebt hatte, über die Wärme, die es bei seiner Familie erfahren hatte, und es vernahm ein leises Glucksen von innen. Erst leise, bis es immer lauter sich in ein gellendes Lachen verwandelte.
Plötzlich sprach das Herz hinter der Stahltür zu ihm.
Es wollte hinaus zu ihm und es sehen.
Es wollte mit ihm gehen und mehr von dem Lachen und Weinen erleben. Es wollte sich an seine Schulter lehnen, sich an es drücken und es nie wieder verlassen.

Das Herz war glücklich, endlich so jemanden gefunden zu haben, aber was sollte es nur tun ?
Wie auch bei ihm früher, wusste das andere Herz nicht mehr, wo es den Schlüssel versteckt hatte. So fasste das Herz den Entschluss loszugehen, um den Schlüssel zu suchen.
Nur wo sollte es anfangen ?
Es lief ziellos umher, suchte hinter Büschen, auf Bäumen, tauchte in Seen danach; fragte alle, die seinen Weg kreuzten, aber niemand wusste Rat und nirgends fand es den Schlüssel.
So ging es mit schwerem Herzen zurück zu der kleinen Hütte. Krabbelte durch das Loch unterm Zaun, um die schlechte Nachricht zu überbringen.
Doch zu seinem Erstaunen fand es die schwere Stahltür geöffnet.
Wie war das möglich gewesen ?, dachte das Herz.
Plötzlich hörte es eine freundliche und liebevolle Stimme hinter sich.
Da sah es ein kleines blassrosa Herz stehen mit glühenden Wangen. " Ich habe hier auf dich gewartet ", sagte das kleine Herz. " Ich habe erkannt, dass man es im Leben nur aus eigener Kraft schaffen kann, aus seinem Gefängnis zu entkommen. Doch so viel Kraft konnte ich nur durch dich erlangen. Durch deine Liebe zu mir und meiner Liebe zu dir habe ich den Schlüssel zur Tür meines Herzens gefunden, der mir gleichzeitig die Tür meines Verlieses öffnete. "
Sie nahmen sich an die Hand und gingen von nun an alle Wege gemeinsam, ihr Herzschlag im gleichen Rhythmus...bis an ihr Lebensende.

(Text ist im Netz verbreitet, Verfasserin: Zauber-Nixe 2000 im Storyparadies.de)


Die Menschen bauen zu viele Mauern und zu wenig Brücken.
(Isaac Newton)





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Geschichte vom Weizenkorn:

Ein Weizenkorn versteckte sich in der Scheune.

Es wollte nicht gesät werden.
Es wollte nicht sterben.
Es wollte sich nicht opfern.
Es wollte sein Leben retten.

Es wurde nie zu Brot.
Es kam nie auf den Tisch.
Es wurde nie gesegnet und ausgeteilt.
Es schenkte nie Leben.
Es schenkte nie Freude.

Eines Tages kam der Bauer.
Mit dem Staub der Scheune
fegte er das Weizenkorn weg....

(Josef Dalkmann)

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Die Allegorie der Frösche ...

Lektion Nr. 1 fürs Leben

Es war einmal eine Gruppe von Fröschen, ...

… die einen Wettlauf machen wollten.
Ihr Ziel war es, die Spitze eines hohen Turmes zu erreichen.

Viele Zuschauer hatten sich bereits versammelt,
um diesen Wettlauf zu sehen und sie anzufeuern...

Das Rennen konnte beginnen...

Ehrlich gesagt:
Von den Zuschauern glaubte niemand so recht daran, dass es möglich sei, dass die Frösche diesen hohen Gipfel erreichen konnten.
Alles, was man hören konnte, waren Aussprüche wie:
„Ach, wie anstrengend!!!
Die werden sicher NIE ankommen!“
oder:
„Das können sie gar nicht schaffen, der Turm ist viel zu hoch!“

Die Frösche begannen, zu resignieren...
... Außer einem, der kraftvoll weiter kletterte...

Die Leute riefen weiter :
„Das ist viel zu anstrengend!!! Das kann niemand schaffen!“

Immer mehr Frösche verließ die Kraft und sie gaben auf... ...Aber der eine Frosch kletterte immer noch weiter...
ER wollte einfach nicht aufgeben!

Am Ende hatten alle aufgehört, weiterzuklettern, außer diesem einen Frosch, der mit enormem Kraftaufwand als Einziger den Gipfel des Turmes erreichte!
Jetzt wollten die anderen Mitstreiter natürlich wissen, wie er das denn schaffen konnte!

Einer von ihnen ging auf ihn zu, um ihn zu fragen, wie er es geschafft hatte, diese enorme Leistung zu bringen und bis ans Ziel zu kommen.

Es stellte sich heraus...
Der Gewinner war TAUB !!!

Und die Moral von der Geschichte:

Höre niemals auf Leute, die die schlechte Angewohnheit haben, immer negativ und pessimistisch zu sein...
…denn sie stehlen Dir Deine schönsten Wünsche und Hoffnungen, die DU in Deinem Herzen trägst !

Denke immer an die Macht der Worte, denn alles was
Du hörst und liest, beeinflusst Dich in Deinem Tun!

Daher:

Sei IMMER…

POSITIV !

Und vor allem:
Sei einfach TAUB, wenn jemand Dir sagt,
dass DU Deine Träume nicht realisieren kannst!

Denke immer daran:
Auch DU kannst es schaffen !

(Aus dem Italienischen und Französischen übersetzt von Sabrina Theis, gefunden: http://www.seniorenportal.de/threadprint.php?pid=1058&fid=12)
oder hier: Siljas Kurzgeschichten, laut google, aber der Link ist nicht aufrufbar)


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Es war einmal ein kleiner Baumwollfaden, der hatte Angst, dass es nicht ausreicht, so, wie er war: "Für ein Schiffstau bin ich viel zu schwach", sagte er sich, "und für einen Pullover zu kurz. An andere anzuknüpfen, habe ich viel zu viele Hemmungen. Für eine Stickerei eigne ich mich auch nicht, dazu bin ich zu blass und farblos. Ja, wenn ich aus Lurex wäre, dann könnte ich eine Stola verzieren oder ein Kleid. Aber so?! Es reicht nicht! Was kann ich schon? Niemand braucht mich. Niemand mag mich - und ich mich selbst am wenigsten."So sprach der kleine Baumwollfaden, legte traurige Musik auf und fühlte sich ganz niedergeschlagen in seinem Selbstmitleid.Da klopfte ein Klümpchen Wachs an seine Tür und sagte: "Lass dich doch nicht so hängen, du Baumwollfaden. Ich hab' da so eine Idee: Wir beide tun uns zusammen. Für eine Osterkerze bist du zwar als Docht zu kurz und ich hab' dafür nicht genug Wachs, aber für ein Teelicht reicht es allemal. Es ist doch viel besser, ein kleines Licht anzuzünden, als immer nur über die Dunkelheit zu jammern!"Da war der kleine Baumwollfaden ganz glücklich, tat sich mit dem Klümpchen Wachs zusammen und sagte: "Nun hat mein Dasein doch einen Sinn."Und wer weiß, vielleicht gibt es in der Welt noch mehr kurze Baumwollfäden und kleine Wachsklümpchen, die sich zusammentun könnten, um der Welt zu leuchten?!

(Autor überwiegend unbekannt - war es Michael Leiser?
gefunden hier: http://www.lasalle.ch/Face%20a%20la%20vie%202003.pdf -
oder war es Josef Bauch unter dem Titel "Ein Lichtlein für die Welt", wie ich hier gefunden habe: http://www.ricardas-homepage.de/Dorothee/Besinnliches/Geschichten/B/2.html
?)

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So ganz gegen unsere Erziehung...

Kein gutes Benehmen

Ein Indianermädchen schreibt: Eines Tages bekamen wir eine neue Lehrerin, eine weiße Amerikanerin. Sie war sehr freundlich, aber sie hatte keine guten Manieren.
Sie schrieb Rechenaufgaben an die Tafel, zehn Aufgaben.
Dann stellte sie zehn Kinder vor die Tafel. Jeder sollte eine Aufgabe ausrechnen.
„Wer zuerst fertig ist, dreht sich um“, sagte sie. Aber wir warteten ab, bis alle die Aufgaben gelöst hatten, und dann drehten wir uns gemeinsam um.
Die Lehrerin wurde ärgerlich. „Ich habe doch gesagt, wer fertig ist, soll sich umdrehen. Habt ihr das nicht verstanden?“
Da haben wir erklärt, dass das kein gutes Benehmen ist, was sie da von uns verlangt.
Es ist doch nicht schön, wenn sich einer hervortut, und der andere muss sich schämen.
Sie fragte dann, wie wir es denn machen wollten.
Da haben wir ihr gesagt: „Wer gut rechnen kann, der dreht sich nicht um, der hilft den anderen, die es nicht so gut können.“

(Willi Hoffsümmer, Kalenderblatt 25.08.2004)


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Mein bester Freund öffnete die Kommodenschublade

seiner Ehefrau und holte ein in Seidenpapier verpacktes Päckchen heraus.
Es war nicht irgendein Päckchen, sondern ein Päckchen mit Unterwäsche darin. Er warf das Papier weg und betrachtete die Seide und die Spitze.
"Dies kaufte ich, als wir zum ersten Mal in New York waren. Das ist jetzt 8 oder 9 Jahre her. Sie trug es nie. Sie wollte es für eine besondere Gelegenheit aufbewahren. Und jetzt, glaube ich, ist der richtige Moment gekommen."

Er näherte sich dem Bett und legte die Unterwäsche zu den anderen Sachen, die von dem Bestattungsinstitut mitgenommen wurden. Seine Frau war gestorben. Als er sich zu mir umdrehte, sagte er:
"Bewahr nichts für einen besonderen Anlass auf; jeder Tag den du lebst, ist ein besonderer Anlass."

Ich denke immer noch an diese Worte.....sie haben mein Leben verändert. Heute lese ich viel mehr als früher und putze weniger.
Ich setze mich auf meine Terrasse und genieße die Landschaft, ohne auf das Unkraut im Garten zu achten. Ich verbringe mehr Zeit mit meiner Familie und meinen Freunden und weniger Zeit bei der Arbeit. Ich habe begriffen, dass das Leben eine Sammlung von Erfahrungen ist, die es zu schätzen gilt.
Von jetzt an bewahre ich nichts mehr auf. Ich benutze täglich meine Kristallgläser. Wenn mir danach ist, trage ich meine neue Jacke, um in den Supermarkt zu gehen. Auch meine Lieblingsdüfte trage ich dann auf, wenn ich Lust darauf habe, anstatt sie für Festtage aufzuheben.
Sätze, wie z.B. 'Eines Tages...' oder 'An einem dieser Tage...' sind dabei, aus meinem Vokabular verbannt zu werden. Wenn es sich lohnt, will ich die Dinge hier und jetzt sehen, hören und machen. Ich bin mir nicht ganz sicher, was die Frau meines Freundes gemacht hätte, wenn sie gewusst hätte, dass sie morgen nicht mehr sein wird (ein 'Morgen', das wir oft zu leicht nehmen). Ich glaube, dass sie noch ihre Familie und engen Freunde angerufen hätte.
Vielleicht hätte sie auch ein paar alte Freunde angerufen, um sich zu versöhnen oder sich für alte Streitigkeiten zu entschuldigen. Der Gedanke, dass sie vielleicht noch chinesisch essen gegangen wäre (ihre Lieblingsküche), gefällt mir sehr. Es sind diese kleinen unerledigten Dinge, die mich sehr stören würden, wenn ich wüsste, dass meine Tage gezählt sind.
Genervt wäre ich auch, gewisse Freunde nicht mehr gesehen zu haben, mit denen ich mich 'an einem dieser Tage' in Verbindung hätte setzen sollen. Genervt, nicht die Briefe geschrieben zu haben, die ich ' an einem dieser Tage' schreiben wollte. Genervt, meinen Nächsten nicht oft genug gesagt zu haben, wie sehr ich sie liebe.
Jetzt verpasse, verschiebe und bewahre ich nichts mehr, was uns Freude und Lächeln in unser Leben bringen könnte.

Ich sage mir, dass jeder Tag etwas Besonderes ist.... jeder Tag, jede Stunde sowie jede Minute ist etwas Besonderes.

(soll aus Nordindien stammen, ich erhielt den Text aus den USA)


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Vergiss nie, immer das zu sagen, was du fühlst

Wenn du jemanden liebst, sag es.
Hab keine Angst, deine Gefühle auszudrücken.
Sag jemanden, was er dir bedeutet,
Weil, wenn du denkst, es ist jetzt der richtige Zeitpunkt,
Kann es schon zu spät sein.
Nutze den Tag.
Bereue niemals.
Es ist das Wichtigste.
Sei deinen Freunden und deiner Familie immer nah,
Denn sie waren es, die dazu beigetragen haben,
Die Person aus dir zu machen, die du heute bist.

(Verfasser unbekannt, nicht feststellbar)

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Die Geschichte von den vier Kerzen
- Nicht nur zur Weihnachtszeit -

Vier Kerzen brannten am Adventskranz. Es war ganz still. So still, dass man hörte, wie die Kerzen zu reden begannen.

Die erste Kerze seufzte: 'Ich heiße Frieden. Mein Licht leuchtet, aber die Menschen halten keinen Frieden'. Ihr Licht wurde immer kleiner und erlosch.

Die zweite Kerze flackerte und sagte: 'Ich heiße Glauben. Aber ich bin überflüssig. Die Menschen wollen von Gott nichts wissen.' Ein Luftzug brachte die Kerze zum Erlöschen.

Traurig und leise meldete sich die dritte Kerze: 'Ich heiße Liebe, aber ich habe keine Kraft mehr. Die Menschen sehen sich nur noch selber und nicht die anderen, die sie liebhaben sollen.' Mit einem letzten Aufflackern war auch dieses Licht erloschen.

Da kam ein Kind ins Zimmer herein und fing fast an zu weinen: 'Ihr sollt doch brennen und nicht aus sein!'

Da meldete sich die vierte Kerze zu Wort: 'Hab keine Angst! So lange ich brenne, können wir die anderen Kerzen wieder anzünden. Ich heiße Hoffnung!'

Mit einem kleinen Stück Holz nahm das Kind Licht von dieser Kerze und erweckte Frieden, Glauben und die Liebe wieder zu Leben.
Und seine Augen begannen zu leuchten.

(Urheberrecht angeblich bei: YogaChola.de; veröffentlicht aber auch hier: http://www.derweg.org/feste/weihnachten/weihnachtenundadvent.html)
(Gefunden habe ich aber auch dies hier:
Elsbeth Bihler, Die vier Kerzen, aus: dies., Kommt und seht. (c) Lahn Verlag, Limburg, 8. Aufl. 1997.)

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Warum weinst du ?

Ein kleiner Junge fragt seine Mutter:“ Warum weinst du?“
„Weil ich eine Frau bin,“ erzählte sie ihm.
„Das versteh ich nicht,“ sagt er.
Seine Mama umarmte ihn nur und sagte:
„ Und das wirst du auch niemals.“
Später fragte der kleine Junge seinen Vater:
„Warum weint Mutter scheinbar ohne einen Grund?“
„ Alle Frauen weinen ohne Grund, “war alles, was sein Vater sagen konnte.
Der kleine Junge wuchs heran, wurde ein Mann und fragte sich immer noch, warum Frauen weinen.
Endlich rief er Gott an, und als ER ans Telefon kam, fragte er: „ Gott. Warum weinen Frauen so leicht?“
Gott sagte. „ Als ich die Frau machte, musste sie etwas Besonderes sein.
Ich machte ihre Schultern stark genug ´, um die Last der Welt zu tragen, doch sanft genug, um Trost zu spenden.
Ich gab ihr eine innere Kraft, um sowohl Geburten zu ertragen, wie auch die Zurückweisungen die sie von ihren Kindern erfährt.
Ich gab ihr eine Härte, die ihr erlaubt, weiter zu machen, wenn alle Anderen aufgeben und ihre Familie in Zeiten von Krankheiten und Erschöpfung zu versorgen, ohne sich zu beklagen.
Ich gab ihr Gefühlstiefe, mit der sie ihre Kinder immer und unter allen Umständen liebt, sogar wenn ihr Kind sie sehr schlimm verletzt hat.
Ich gab ihr Kraft, ihren Mann mit seinen Fehlern zu ertragen und machte sie aus seiner Rippe, damit sie sein Herz beschützt.
Ich gab ihr die Weisheit, damit sie weiß, dass ein guter Ehemann niemals seine Frau verletzt aber manchmal ihre Stärke und ihre Entschlossenheit testet, unerschütterlich zu ihm zu stehen.
Und zum Schluss gab ich ihr eine Träne zum vergießen. Die ist ausschließlich für sie, damit sie davon Gebrauch macht , wann immer es nötig ist.
Siehst du: die Schönheit der Frau ist nicht die der Kleidung, die sie trägt, die Figur, die sie hat, oder in der Art, wie sie die Haare trägt. Die Schönheit einer Frau muss in ihren Augen erkannt werden, weil diese das Tor zu ihrem Herzen sind- der Ort, an dem die Liebe wohnt.

(Verfasser ist, wie so oft bei solchen Texten, schwer zu ermitteln, manche sagen, es sei aus dem Arabischen übersetzt, oder ich hab das hier gefunden: Erzählt von Tutj Hinekahukura Arenui, Neuseeland, bei ihrem Workshop in Garmisch-Partenkirchen, Nov O1)

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Wegbegleiter

Es war eine kleine Frau, die den staubigen Feldweg entlang kam. Sie war wohl schon recht alt, doch ihr Gang war leicht und ihr Lächeln hatte den frischen Glanz eines unbekümmerten Mädchens. Bei der zusammengekauerten Gestalt blieb sie stehen und sah hinunter. Sie konnte nicht viel erkennen.

Das Wesen, das da im Staub des Weges saß, schien fast körperlos. Es erinnerte an eine graue Flanelldecke mit menschlichen Konturen. Die kleine Frau bückte sich ein wenig und fragte: "Wer bist du?"

Zwei fast leblose Augen blickten müde auf. "Ich? Ich bin die
Traurigkeit", flüsterte die Stimme stockend und so leise, dass sie kaum zu hören war.
"Ach die Traurigkeit!" rief die kleine Frau erfreut aus, als würde sie eine alte Bekannte grüßen. „Du kennst mich?", fragte die Traurigkeit misstrauisch. "Natürlich kenne ich dich! Immer wieder einmal hast du mich ein Stück des Weges begleitet."
"Ja, aber..." argwöhnte die Traurigkeit, "warum flüchtest du dann nicht vor mir?
Hast du denn keine Angst?"

"Warum sollte ich vor dir davonlaufen, meine Liebe? Du weisst doch selbst zu gut das du jeden Flüchtigen einholst.
Aber, was ich dich fragen will: "Warum siehst du so mutlos aus?"
"Ich ... ich bin traurig", antwortete die graue Gestalt mit brüchiger
Stimme.
Die kleine, alte Frau setzte sich zu ihr. "Traurig bist du also", sagte sie und nickte verständnisvoll mit dem Kopf. "Erzähl mir doch, was dich bedrückt." Die Traurigkeit seufzte tief. Sollte ihr diesmal wirklich jemand zuhören wollen?
Wie oft hatte sie sich das schon gewünscht. "Ach, weißt du", begann sie zögernd und äußerst verwundert,"es ist so, dass mich einfach niemand mag. Es ist nun mal meine Bestimmung, unter die Menschen zu gehen und für eine gewisse Zeit bei ihnen zu verweilen. Aber wenn ich zu ihnen komme, schrecken sie zurück.

Sie fürchten sich vor mir und meiden mich wie die Pest." Die Traurigkeit schluckte schwer. "Sie haben Sätze erfunden, mit denen sie mich bannen wollen. Sie sagen „papperlapapp, das Leben ist heiter": Und ihr falsches Lachen führt zu Magen- Darm- Krämpfen und Atemnot. Sie sagen "Gelobt sei, was hart macht", und dann bekommen sie Herzschmerzen. Sie sagen:" Man
muss sich zusammenreißen." Und sie spüren das Reißen in den Schultern und im Rücken. Sie sagen:" Nur Schwächlinge weinen." Und die aufgestauten Tränen sprengen fast ihre Köpfe. Oder aber sie betäuben sich mit Alkohol und Drogen, damit sie mich nicht fühlen müssen.

Oh ja", bestätigt die alte Frau," solche Menschen sind mir schon oft begegnet." Die Traurigkeit sank noch ein wenig mehr in sich zusammen.
“Und dabei will ich den Menschen doch nur helfen. Wenn ich ganz nah bei ihnen bin, können sie sich selbst begegnen, ich helfe ihnen, ein Nest zu bauen, um ihre Wunden zu pflegen. Wer traurig ist, hat eine sehr dünne Haut. Manches Leid bricht wieder auf wie eine schlecht verheilte Wunde, und das tut sehr weh. Aber nur, wer die Trauer zulässt und all die ungeweinten Tränen weint, kann seine Wunden wirklich heilen.

Doch die Menschen wollen gar nicht, dass ich ihnen dabei helfe.
Stattdessen schminken sie sich ein grelles Lachen über ihre Narben. Oder sie legen sich einen dicken Panzer aus Bitterkeit zu."

Die Traurigkeit schwieg.

Ihr Weinen war erst schwach, dann stärker und schließlich ganz
verzweifelt. Die kleine, alte Frau nahm die zuammengesunkene Gestalt tröstend in ihre Arme. Wie weich und sanft sie sich anfühlt, dachte sie und streichelte zärtlich das zitternde Bündel. „Weine nur,Traurigkeit", flüsterte sie liebevoll. "Ruh dich aus, damit du wieder Kraft sammeln kannst. Du sollst von nun an nicht mehr alleine wandern. Ich werde dich begleiten, damit die Mutlosigkeit nicht noch mehr an Macht gewinnt."

Die Traurigkeit hörte auf zu weinen. Sie richtete sich auf und
betrachtete erstaunt ihre neue Gefährtin.

"Aber... aber - wer bist eigentlich du?"
"Ich?", sagte die kleine, alte Frau schmunzelnd, und dann lächelte sie wieder so unbekümmert wie ein kleines Mädchen:

"Ich bin die Hoffnung."

(Als "Das Märchen von der traurigen Traurigkeit" offenbar von Inge Wuthe verfasst. Gefunden hier: http://www.engelskinder.ch/geschichte.html und hier: http://www.ricardas-homepage.de/Dorothee/Trauer/maerchen.htm)

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Ich gebe nicht auf

Wie hilflos, Christus,
erfahre ich mich
in meinem Versuch
Begleitung zu schenken
auf langem lichtlosen Weg.
Wie schwach ist mein Gebet
im Angesicht dieser übermächtigen
Bedrängnis.

Aber ich gebe nicht auf.
Ich hoffe darauf,
dass meine armen, verlorenen Worte
hineingerettet werden
in deine Gebete
für diesen Menschen.
Eins werden möchte ich
mit deiner Liebe zu ihm,
eins werden
mit der heilenden, segnenden Kraft,
mit deinem grenzenlosen Vertrauen
in den Vater.

Sabine Naegeli

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Einfach zu schnell.
Geschichte über zu schnelles Fahren.

Jack schaute kurz noch einmal auf seinen Tacho, bevor er langsamer wurde. 73 in einer 50 Zone! Das vierte Mal in gleicher Anzahl von Monaten. Wie konnte ein Typ denn so oft erwischt werden??? Als er sein Auto auf 10 km/h abbremste, fuhr Jack rechts ran. Lass den Polizisten doch wieder herummotzen über seinen Fahrstil! Vielleicht würde ein noch schnellerer Autofahrer an ihnen vorbei flitzen, an dem der Bulle mehr Interesse hätte.

Der Polizist stieg aus seinem Auto aus, mit einem dicken Notizbuch in der Hand. BOB? Bob aus der Kirche? Jack sank tiefer in seinem Sitz. Das war nun schlimmer, also ein christlicher Bulle erwischt einen Typen aus der eigenen Kirche. Ein Typ, der etwas angespannt war, nach einem langen Tag im Büro. Einen Typen, der morgen Golf spielen wollte. Als er aus seinem Auto sprang, erblickte er den Typen, den er jeden Sonntag in der Kirche sah.
Er hatte den Mann noch nie in Uniform gesehen!

"Hy Bob. Komisch, dass wir uns so wieder sehen!" "Hallo Jack." Kein Lächeln. "Ich sehe Du hast mich erwischt in meiner Eile nach Hause zu kommen, um meine Frau und Kinder zu sehen." "Ja, so ist das." Bob schien unsicher zu sein. Gut. "Ich bin die Tage erst sehr spät aus dem Büro gekommen. Ich denke auch, dass ich die Verkehrsregeln nun mehr als einmal gebrochen habe." Jack schoss einen Kieselstein an die Bordsteinkante. "Diane erwähnte etwas von Roast Beef und Kartoffeln, heute Abend" Verstehst du was ich meine?"
"Ich weiß´, was Du meinst. Ich weiß auch, dass du ein Gesetz soeben gebrochen hast!" AUA! Dies geht in die falsche Richtung. Zeit die Taktik zu ändern! "Bei wie viel hast Du mich erwischt?" "Siebzig. Würdest Du Dich bitte wieder in Dein Auto setzen?" "Ach Bob, warte bitte einen Moment. Ich habe sofort gecheckt, als ich Dich gesehen habe! Ich habe mich auf 65 km/h geschätzt!" Ich konnte mit jedem Strafzettel besser lügen!! "Bitte Jack, setz Dich wieder in Dein Auto!" Genervt quetschte Jack sich durch die noch immer offene Türe. Ein Knall. Türe zu.
Er starrte auf sein Armaturenbrett. Bob war fleißig am Schreiben auf seinem Notizblock. Warum wollte Bob nicht Führerschein und Papiere sehen? Was auch der Grund war, es würde einen Monat an Sonntagen vergehen, bis er sich in der Kirche wieder neben diesen Polizisten setzen würde! Bob klopfte an die Tür. Er hatte einen Zettel in der Hand. Jäck öffnete das Fenster, maximal 5 cm, gerade genug, um den Zettel an sich zu nehmen. Bob gab den Zettel durch. "Danke!"
Jack konnte seine Enttäuschung nicht aus seiner Stimme halten.

Bob setzte sich wieder in Auto, ohne ein Wort zu verlieren. Jack wartete und schaute durch seinen Spiegel zu. Dann faltete er den Zettel auf. Was würde ihn dieser Spaß kosten? Hey! Warte mal! War das ein Witz? Dies war kein Strafzettel!
Jack las:

"Lieber Jack, ich hatte einmal eine kleine Tochter. Als sie sechs Jahre war, starb sie bei einem Verkehrsunfall. Richtig geraten - der Typ ist zu schnell gefahren! Einen Strafzettel, eine Gebühr und drei Monate Knast und der Mann war wieder frei! Frei um seine Töchter wieder in den Arm nehmen zu dürfen. Alle drei konnte er wieder lieb haben! Ich hatte nur eine, und ich werde warten müssen, bis ich in den Himmel komme, bevor ich sie wieder in den Arm nehmen kann! Tausend Mal habe ich versucht, diesem Mann zu vergeben. Tausend Mal habe ich gedacht, ich hätte es geschafft. Vielleicht habe ich es geschafft, aber ich muss immer wieder an sie denken. Auch jetzt. Bete bitte für mich. Und sei bitte vorsichtig, Jack. Mein Sohn ist alles was ich noch habe! Bob"

Jack drehte sich um und sah Bobs Auto wegfahren! Er fuhr die Strasse wieder runter. Jack schaute bis er nicht mehr zu sehen war. Ganze 15 Minuten später fuhr er umher und fuhr langsam nach Hause. Er betete um Verzeihung! Zu Hause angekommen, nahm er seine überraschte Frau und Kinder in den Arm und drückte sie ganz, ganz fest!!!

(ins Netz gesetzt von Filo bei wer-weiss-was; Verfasser nicht herauszufinden, angeblich aus dem Englischen übersetzt; selbst bei IOFF keine Quellenangabe)


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Zur obigen Geschichte passend:

Es ist merkwürdig, wie fern ein Unglück ist, wenn es uns nicht selbst betrifft.
(John Steinbeck)

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Alkohol
Eine Geschichte zum Nachdenken
verbreitet über das Internet

Ich ging zu einer Party, Mama,
ich erinnerte mich, was Du sagtest.
Du ermahntest mich, nicht zu trinken,
also trank ich Soda stattdessen.
Ich fühlte mich richtig stolz,
so wie Du es mir vorausgesagt hattest.
Ich habe nicht getrunken, um dann zu
fahren, obwohl mir die anderen sagten, es sei nichts dabei.
Ich weiß, ich tat das Richtige.
Nun ist die Party zuende,
und alle fahren sie fort.
Als ich in meinen Wagen stieg,
wusste ich, ich würde rasch nach Hause fahren,
weil Du mich so erzogen hast, verantwortungsbewusst und lieb.
Ich fuhr also los, aber als ich auf die Straße auffuhr,
sah mich der andere Wagen nicht,
er fuhr einfach über mich drüber.
Als ich lag auf dem Asphalt,
hörte ich den Polizisten sagen,
"Der andere Typ war betrunken",
Und nun bin ich es, die bezahlen wird.
Ich liege hier sterbend, Mama...
Ich wünsche Du wärst bald hier.
Wie konnte das geschehen, Mama?
Mein Leben zerplatzte wie ein Ballon.
Überall um mich ist Blut,
das meiste davon ist meins.
Ich höre den Arzt sagen,
bald werde ich sterben.
Ich wollte Dir nur sagen, Mama,
ich schwöre, ich hab nichts getrunken.
Es waren die anderen, die anderen haben nicht nachgedacht.
Er war wohl auf derselben Party wie ich.
Der einzige Unterschied ist, er hat was
getrunken. Und ich werde sterben.
Warum betrinken sich die Leute, Mama?
Es kann ihr ganzes Leben zerstören.

Jetzt fühl ich heftige Schmerzen.
Es sticht wie ein Messer.
Der Typ, der mich anfuhr, der geht,
und ich denke, das ist nicht fair.
Ich liege hier im Sterben
Und alles, was er kann, ist, zu starren.
Sag meinem Bruder, er soll nicht weinen, Mama,
schreibt "Papas Mädchen" auf mein Grab.
Jemand hätte ihm sagen sollen,
kein Alkohol hinter dem Steuer.
Wenn sie es ihm bloß gesagt hätten,
wäre ich noch am Leben.
Mein Atem wird kürzer, ich bekomme solche Angst.
Bitte, weine nicht um mich, Mama.
Du warst immer da, als ich Dich brauchte.
Ich hab nur noch eine letzte Frage, Mama.
Bevor ich mich verabschiede.
Ich bin nicht betrunken gefahren,
also warum bin ich diejenige, die stirbt?

Anmerkung: Dieser Text in Gedichtsform war an der Springfield High School (Springfield, VA, USA) im Umlauf, nachdem eine Woche zuvor zwei Studenten bei einem Autounfall getötet wurden. Unter dem Gedicht steht folgende Bitte:

Jemand machte sich die Mühe, dieses Gedicht zu schreiben. Also bitte, schick es so vielen Menschen, wie Du kannst.
Wir werden sehen, ob wir es schaffen, die Leute dazu zu bringen, zu verstehen, daß Alkohol und Autofahren nicht zusammenpassen.

(Die Quelle der Springfield High School gefunden bei:
http://dunklewelle.de/modules.php?name=Forums&file=viewtopic&t=3811)

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Zuletzt bearbeitet: 17.07.2006



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