Wolfs KaleidoskopLichterkette in Gedenken an kleine Engel

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Dunkel war's der Mond schien helle,
Schnee lag auf der grünen Flur,
als ein Wagen blitzeschnelle
langsam um die runde Ecke fuhr.
Drinnen saßen stehend Leute,
schweigend ins Gespräch vertieft,
als ein totgeschossner Hase
auf dem Sandberg Schlittschuh lief.
Und der Wagen fuhr im Trabe,
rückwärts einen Berg hinauf.
Droben zog ein alter Rabe
grade eine Turmuhr auf.
Ringsumher herrscht tiefes Schweigen,
und mit fürchterlichem Krach
spielen in des Grases Zweigen
zwei Kamele lautlos Schach.
Und zwei Fische liefen munter
durch das blaue Kornfeld hin.
Endlich ging die Sonne unter,
und der graue Tag erschien.
Von der regennassen Strasse
wirbelte der Staub empor.
Und ein Junge bei der Hitze
mächtig an den Ohren fror.
Beide Hände in den Taschen.
hielt er sich die Augen zu.
Denn er konnte nicht ertragen,
wie nach Veilchen roch die Kuh.
Droben auf dem Apfelbaume,
der sehr süße Birnen trug,
hing des Frühlings letzte Pflaume,
und an Nüssen noch genug.
Und auf einer roten Bank,
die blau angestrichen war,
saß ein blondgelockter Knabe
mit kohlrabenschwarzem Haar.
Neben ihm 'ne alte Schrulle,
die kaum sechzehn Jahr alt war,
in der Hand 'ne Butterstulle,
die mit Schmalz bestrichen war.
Holder Engel, süßer Bengel,
furchtbar liebes Trampeltier.
Du hast Augen wie Sardellen,
alle Ochsen gleichen Dir.
Dies Gedicht vom Herrn von Goethe,
schrieb Schiller nachts bei Morgenröte,
als er auf dem Nachttopf saß,
und im Stehn die Zeitung las.


Diesen Text wird wohl so mancher kennen - aber wie ist es mit uns im Alltag wirklich? Ist es wirklich so ganz anders?

*************************************

Ursache und Wirkung

Menschen sind bisweilen
paradox ausgelegt:
sie schaffen sich selber Situationen -
und beklagen sich dann
lautstark darüber
dass sie eingetreten sind.

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Alltägliches

ich kenne dich gut
sehr gut sogar und
sehr lange -

und im gleichen Atemzug
kommt eine Bemerkung
die du nicht gemacht hättest
würdest du mich wirklich kennen -

und die mich nur verletzt

************************************

Aspekte

Die Hoffnung
einmal keine Hoffnung mehr
ob sie nun erfüllt ist oder nicht
erhellt des Lebens Weg
nicht mehr –
so denkt der Mensch als kleines Licht

Die Hoffnung aber
schert sich da nicht drum
ob der Mensch nun sieht sie oder nicht
und scheint –
dem Nächsten ins Gesicht

***************************************

Auf dem Seziertisch

Gefühle werden
untersucht, auseinander genommen,
eingeordnet.
Mikroskopisch genau wird
betrachtet und analysiert,
wer sich wann wie warum
geäußert, verhalten hat.

Der Mensch als Ganzes bleibt
unberücksichtigt.

Eine gehörige Portion
Mut, Vertrauen -
und nicht zuletzt
Selbstbewusstsein
ist nötig, seinen Gefühlen
auch weiterhin
Ausdruck zu verleihen.

Und da redet alle Welt davon, dass
es immer kälter wird.

*************************************



*************************************

Bewusster

Vor dem zeitlichen Hintergrund
eines befristeten Menschenlebens
wird alles Sichtbare klein
alles Unsichtbare groß

Ich muss es nur sehen

**************************************

Dualität

Jeder Mensch
ist grundsätzlich
dual angelegt –
niemand ist
nur Mann oder
nur Frau

Liebt ein Mensch
den anders- geschlechtlichen Teil
von sich selbst

Zu wenig

wird er hart gegen das andere Geschlecht
wird er ironisch, sarkastisch oder sogar
handgreiflich über es herziehen
wird er es zu unterjochen suchen –
weil er sich selbst hasst.

Liebt er ihn
zu viel

findet er nicht zu seiner Identifikation
wird er danach trachten, dieses Geschlecht
auch in seiner menschlichen Gestalt anzunehmen,
wird er auch von seinen Mitmenschen
nicht als Individuum,
nicht in seiner Persönlichkeit akzeptiert –
und hasst sich selbst auch.

Das Ziel des Lebens
eines jeden Menschen aber,
die Liebe zu lernen
zu sich selbst und
zu allem, was lebt,
kann nur der erreichen,
der es versteht,
den anderen Teil von sich selbst
zu akzeptieren und zu respektieren,
beide Teile von sich selbst
lieben zu lernen und
keinen von beiden
zu bevorzugen.

**************************************


Enge der Begrenztheit


Je weiter der Horizont
Desto weiter auch
Raum und Zeit –

Es scheint nachvollziehbar
Warum
Die Nicht-Existenz von
Raum und Zeit

Im menschlichen Leben
Nicht nachvollziehbar ist.


*****************************************

Es gibt Menschen, die verstehen oder versuchen es zumindest,
es gibt Menschen, die verstehen nichts und versuchen es auch gar nicht.
Letzteres ist das Vorrecht der Jugend.

*****************************************

Falscher Ansatz


Trotz ist kindisch
sagt man

und doch gehören
er und
falscher Stolz

zu den häufigsten
Scheidungsgründen

von

Erwachsenen


***************************************

Fehl geleitet


Der Klügere gibt nach,
heißt es –

das darf aber nie
dahin führen, dass,

nur um zu beweisen, dass
wir die Klügeren sind,

wir zulassen, dass
kahl geschorene Dummköpfe

unser Leben bestimmen.

************************************

Herzen aus Eis

Welt der Menschen
die immer kälter wird –
schon ein Lächeln
ist ein Vergehen
schon ein Handschlag
ein intimes Zu- nahe- Kommen

Allgemein verbreitet
ein Suchen nach
Mitmenschlichkeit und Wärme
Eigentlich aber
nicht in der Lage sein
diese auch annehmen zu können

Der Maßstab der Kälte
wird zum Normalmaß erhoben
Die Sucht nach Ersatz
zur Regel

Die nächste Eiszeit
naht bereits –
die Natur kommt
gar nicht mehr nach


*************************************



*************************************

Homo sapiens

Wir Menschen sind schon merkwürdige Wesen:
Wir wissen, wir haben Augen, um zu sehen,
wir haben Ohren, um zu hören,
wir haben Herzen, um zu fühlen.
Und nur, weil uns von klein auf beigebracht wurde,
dass wir auch ein Gehirn haben, um zu denken,
lassen wir unser eigentliches Wissen brachliegen.

**************************************

In die Wiege gelegt


Geschehen wird
genau das
wovor ich
Angst habe

Nicht geschehen
dagegen das
was ich mir
krampfhaft wünsche

Der einzige Weg
in Einklang zu leben mit
meiner Bestimmung:

Lernen
loszulassen und
einfach geschehen lassen

Nur so
provoziere ich nichts

Nur so
bin ich mir auch nicht
selbst im Weg

***********************************

Kinderspiele

Von kleinauf eingeübt,
Auf das Leben vorzubereiten

Von Erwachsenen liebevoll gepflegt
In der Annahme, dies sei das Leben:

Das Spiel, das
Leben erleichtern soll,
Dies aber ungemein erschwert;

Das Spiel, ohne das
Es vielen von uns leichter fiele
Auf ihre Mitmenschen zuzugehen,
Verständnis zu zeigen und zu erfahren,
Eine menschlichere Atmosphäre zu schaffen;

Das Spiel schließlich, bei dem
Diese Karte
Am ehesten
Ihm selbst gebührt:

Schwarzer Peter.

***************************************

Para- dox

Unfreundliche, grantige Menschen
belasten ihre Umwelt

Unfreundliche, grantige Menschen
sind sich oft auch selbst im Weg

Unfreundliche, grantige Menschen
sind tief im Innern unsicher

Unfreundliche, grantige Menschen
haben nur wenig Selbstbewusstsein

Gerade
unfreundliche, grantige Menschen
brauchen ihre Mitmenschen –

sie wollen es nur nicht wahrhaben.

Beide.

************************************

Projektionen

„Ich mag einfach nicht,
wenn du immer so zwischen
‚mein’ und ‚dein’
unterscheidest –
das verursacht bei mir immer
so ein ungutes Gefühl!“,

klagte er und
räumte seinen Teil
des Kaffeegeschirrs ab,
obgleich sie am Morgen
den Tisch für beide gedeckt hatte.


***********************************

Rätselhaft

Du sagst
denk dir was aus
Du sagst
mach mal nen Vorschlag

und Du blockst enttäuscht ab
wenn meine Gedanken
meine Vorschläge
mit den Deinen
nicht deckungsgleich sind


***********************************

Reise ins Nichts


ich trete eine Reise an
die keine Reise ist

an ein Ziel zu gelangen
das nicht existiert

einen Menschen zu treffen
der nicht da sein wird

mich schließlich aufzuhalten
wo ich gar nicht bin

darauf zurückzukehren
wohin ich nicht will

an ein Zuhause zu gelangen
das kein Zuhause ist

dort einen Menschen zu treffen
den ich nicht treffen mag

da er mich nicht einsam sein lässt
ohne zugleich allein zu sein


*************************************

Todgeweiht?

Mächte der Finsternis
Aus Ängsten geboren
Lauern zynisch
Auf ihren Einsatz

Seibernden Hundeschnauzen
Gleichen aufs Haar
Ihre Tod bringenden Lanzen
Geschmiedet aus Hohn und Spott

Nur die Liebe
Kann ihnen wehren
Nur die Liebe
Kann ihnen entgegen halten
Ihren daunenweichen
All- umfangenden Schild
Gewirkt aus
Verständnis
Zuversicht
Toleranz und
Geduld


***********************************

Unbegrenzt


Die
innere Freiheit
eines Einzelnen

eingeschränkt durch

die äußere Freiheit
eines anderen

kann sich doch
uneingeschränkt entfalten.


**********************************

Verhaltensweisen


Trommelfeuer von
Worten und Fäusten

Aggressivität, die
scheinbar ihresgleichen sucht

Ausdruck von Unnahbarkeit,
die Nähe sucht

Auch Fäuste können schreien:
Ich brauche dich!

*********************************

Verrat

ich bin wie du
sagst du
und sagst es so
dass ich dir glauben muss

wieso
redest du mir ein
dass ich so bin wie du
und vor dir weglaufe

wieso
willst du mich glauben machen
ich vergesse schnell
was ich versprochen habe

ich weiß doch genau
ich steh dazu
doch du
du willst mich glauben machen
du seist wie ich

und bist fort

********************************

Verwechslung

Du bist raus
sagst du
und meinst
ich sei raus
aus dem Spiel
das du spielst

vielleicht aber
bin ich jetzt drin
im richtigen Spiel
und du bist raus

schön möglich?
schon möglich.

****************************

Wertigkeiten

Manchmal
unternehmen wir Reisen,
nur um von einem Ort
an einen anderen zu gelangen.
Die Strecke selbst
interessiert uns nicht.

Manchmal
möchten wir gerne
vorgestern schon angekommen sein,
wo wir übermorgen erst
ankommen können.
Unser Augenmerk liegt nur darauf,
möglichst wenig Zeit
für die Fahrt zu „verschwenden“.

Manchmal aber
haben wir Zeit,
laufen wir ein paar Meter –
vielleicht nur bis in den
nahe gelegenen Wald hinein.
Das sind dann Momente,
in denen uns klar wird,
was „leben“ heißt.

*********************************

WIR

WIR beklagen uns über eine vergiftete Umwelt
WIR wollen keine Atomkraftwerke
WIR wünschen uns Frieden

WIR geben der Industrie ihre Aufträge
WIR erlassen Emissionsvorschriften
WIR verbrauchen mehr Energie als notwendig

WIR wählen die Regierungen
WIR besetzen die Ämter des Staatsapparates

WIR können den ersten Schritt tun
WIR selbst haben es in der Hand

WIR fragen nur nach Gott, wenn etwas daneben läuft
WIR selbst haben es in der Hand

WIR.

************************************

Wissender Zweifel

Die eigenen Möglichkeiten
Ahnen
Ableugnen
Nicht wahrhaben wollen
Nicht an sie glauben können
Und doch: vorhanden wissen

Sich selbst akzeptieren
Wollen
Nicht können
Können
Nicht wollen
Und doch: zu können wissen

Fragen
Stellen
Antworten
Wissen
In Frage stellen
Beantworten lassen
Und doch: Antworten wissen.

**********************************

Worte

Worte
bauen Brücken
und versetzen Berge
Sie schenken Hoffnung
und verleihen
Zuversicht

Worte
können ein Zuhause sein
wenn es nicht
nur
Worte
bleiben

Worte
ohne
Rückhalt aber
tändeln
einher

Diese Worte
zerstören
nur

**********************************

Zahn um Zahn


Wie du mir
so ich dir

Doch wehe dir und
wehe mir

Wenn du mir so
so wie ich dir!

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Zuletzt geändert 26.10.2008



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